Arbeitskraft
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Arbeitskraft
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2006-06-04T17:34:40Z
Conny
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Der Ausdruck '''Arbeitskraft''' bezeichnet die körperliche oder geistige [[Leistung]]sfähigkeit eines Menschen. Er kann sowohl individuell (als Möglichkeit, tätig zu sein) als auch auf die gesamte Arbeitsleistung einer Person (z.B. als [[Arbeiter]]) bezogen werden. Die Arbeitskraft spielt in Form einer [[Ware]] eine bedeutende Rolle in der [[Marxismus|marxistischen Theorie]]. Die Definition von [[Arbeit]] kann dabei ziemlich unterschiedlich sein, wobei die [[Arbeit (Physik)|physikalische Arbeit]] in der Regel nicht gemeint ist.
== Individuelle Arbeitskraft ==
Die individuelle Arbeitskraft hängt unter anderem von den körperlichen und geistigen Fähigkeiten und der [[Gesundheit]] ab.
'''Siehe auch:''' [[Erschöpfung]], [[Geschicklichkeit]], [[Intelligenz]]...
== Arbeitskraft einer Person ==
Die gesamte Arbeitsleistung eines Menschen oder auch der Mensch selber wird auch als Arbeitskraft oder als Arbeiter bezeichnet (''es herrscht Bedarf an Arbeitskräften'').
== Arbeitskraft im Marxismus ==
In der marxistischen [[Ökonomie]] nimmt die Arbeitskraft der [[Lohnarbeit]]er unter [[Kapitalismus|kapitalistischen]] [[Produktionsverhältnisse]]n Warencharakter an. Der [[Doppeltfreier Lohnarbeiter|doppeltfreie Lohnarbeiter]] verkauft seine Arbeitskraft unter Marktbedingungen zum [[Tauschwert]] an den [[Eigentum|Eigentümer]] der [[Produktionsmittel]] ([[Arbeitgeber]]) und erhält dafür seinen [[Arbeitsentgelt|Lohn]].
Für den Arbeiter besteht der [[Gebrauchswert]] seiner Arbeitskraft darin, dass er sie gegen [[Geld]] zum Tauschwert an den Eigentümer der Produktionsmittel verkaufen kann. Die Höhe des Tauschwertes bzw. Lohnes hängt ab von [[Angebot und Nachfrage]] der dafür zu leistenden konkreten Arbeit und deren Quantität in Form messbarer abstrakter Arbeit ([[Zeitlohn]], [[Stücklohn]], [[Leistungslohn]] etc.). Bei einem Überangebot konkurrierender Arbeitskräfte sinkt deren Tauschwert, das heißt, die Löhne nähern sich [[Tendenz|tendentiell]] dem unteren Grenzwert an, der für den Arbeiter das [[Existenzminimum]] sicherstellt. Im [[Extremwert|Extremfall]] droht der soziale Absturz in die [[Lohnsklaverei]]
Für den Eigentümer der Produktionsmittel besteht der Gebrauchswert der Arbeitskraft darin, dass er sie dem Arbeiter zum Tauschwert bzw. Lohn abkauft und durch sie Güter herstellen lässt, die er mit [[Profit]] auf dem Markt absetzen kann. Der Profit entsteht nach Marx dadurch, dass sich der Eigentümer der Produktionsmittel den durch die Arbeit entstehenden [[Mehrwert]] aneignet. Bei einem Überangebot konkurrierender Güter muss er die Preise seiner Waren senken. Das schmälert bei unveränderter [[Produktivität]] und gleich bleibenden Löhnen die [[Rendite|Profitrate]], so dass er alle Bemühungen darauf lenkt die Produktivität zu steigern und die Löhne bzw. den Tauschwert der Arbeitskraft zu drücken. Läuft die Profitrate des eingesetzten [[Kapital]]s gegen Null, dann wird die Arbeitskraft für den Eigentümer der Produktionsmittel schließlich völlig wertlos. Die Arbeitskraft wird in die Arbeitslosigkeit entlassen und vergrößert das Angebot konkurrierender Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt.
[[Kategorie:Personalwesen]]
[[Kategorie:Arbeit]]
[[da:Arbejdskraft]]
Diese Version des Artikels stammt vom 13.06.2006.
Der Inhalt dieser Seite basiert auf dem Artikel
„Arbeitskraft“ aus der freien Enzyklop�die
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