Computerwurm
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Computerwurm
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2006-02-17T11:35:06Z
85.176.74.106
/* 2001 bis heute */
Ein '''Computerwurm''' ist ein [[Computerprogramm]], das sich über [[Rechnernetz|Computernetzwerke]] verbreitet, und dafür so genannte "höhere Resourcen", wie eine Wirtsapplikation, Netzwerkdienste oder eine Benutzerinteraktion, benötigt. Sie verbreiten sich zum Beispiel durch das Versenden infizierter E-Mails (selbstständig durch eine [[SMTP]]-Engine oder durch ein E-Mail-Programm), durch [[Internet Relay Chat|IRC]]-, [[Peer-To-Peer]]- und [[Instant Messaging|Instant-Messaging]]-Programme oder über [[Dateifreigabe]]n. Die erst seit kurzem auftretenden Handywürmer verbreiten sich über [[Bluetooth]] und infizierte [[Multimedia Messaging Service|MMS]]. Die Klassifizierung als Wurm bezieht sich hierbei auf die Verbreitungsfunktion.
Ein Wurmprogramm muss nicht unbedingt eine spezielle Schadensroutine enthalten. Da das Wurmprogramm aber sowohl auf den infizierten Systemen als auch auf den Systemen, die es zu infizieren versucht, Ressourcen zur Weiterverbreitung bindet, kann es allein dadurch gewaltige wirtschaftliche Schäden anrichten. Des Weiteren können Würmer die Belastung anderer Systeme im Netzwerk wie Mailserver, [[Router]] und [[Firewall]]s erhöhen.
== Unterschied zwischen Virus und Wurm ==
[[Computervirus|Computerviren]] und -würmer verbreiten sich beide auf Computern, doch basieren sie zum Teil auf vollkommen verschiedenen Konzepten und Techniken.
Ein Virus verbreitet sich, indem er Dateien infiziert, also sich in eine ausführbare Datei, in einigen Fällen auch in einen [[Bootsektor]] oder als [[Makrovirus|Makro]] in eine [[Interpreter|interpretierbare]] Datei integriert und somit Teil einer schon bestehenden Programmroutine wird. Die Verbreitung des [[Computervirus|Virus]] erfolgt durch Weitergabe dieser infizierten Dateien. Auf welchem Wege sie weitergegeben werden (via Datenträger oder Netzwerke), ist für die Definition „Virus“ unerheblich. Der Unterschied zum Computerwurm besteht auch darin, dass dieser sich autark verbreitet, da diese Abhängigkeit zur "höheren Resource" nicht besteht.
Würmer dagegen warten nicht passiv darauf, dass sie mit infizierten Dateien weitergegeben werden. Sie versuchen auf unterschiedliche Art aktiv via Netzwerk weitere Computer zu infizieren. Aber auch ein Wurm kann – wie ein Virus – in vertrauenswürdigen Dateien getarnt integriert sein.
== Tarnung und Verbreitung ==
Würmer verbreiten sich derzeit meistens entweder automatisch über [[E-Mail|E-Mails]] oder über Netzwerke. Je mehr Möglichkeiten ein Wurm hat sich weiterzuversenden, umso erfolgreicher kann er sich verbreiten.
=== Verbreitung per E-Mail ===
Der Wurm verschickt eine Kopie von sich als E-Mail-Anhang. Der Inhalt der E-Mail zielt darauf ab, den Empfänger zu veranlassen, den Anhang zu öffnen und somit eine Infektion auszulösen (siehe auch [[Social_Engineering (Sicherheit)|Social Engineering]]). Verschiedene Techniken dienen der Tarnung des gefährlichen Anhangs.
Daneben gab es auch E-Mails, die auf Sicherheitslücken im verbreiteten E-Mail-Programm Microsoft Outlook Express abzielten. Hier wurde die Schadsoftware als E-Mail-Anhang versendet und ohne Zutun des Benutzers durch Outlook Express gestartet (siehe auch "Automatisches Ausführen").
Im Folgenden einige zurzeit bekannte Methoden:
==== Tarnung durch doppelte Dateinamenserweiterung ====
Wurmprogrammdateien werden mit doppelter Dateinamenserweiterung versehen, wobei darauf gebaut wird, dass beim Empfänger die Anzeige der Dateinamenerweiterung ausgeblendet wird ([[Microsoft Windows|Windows]]-Standardeinstellung). So wird beispielsweise das ausführbare Wurmprogramm „music.mp3.exe“ unter Windows nur als „music.mp3“ angezeigt und erscheint dem Opfer somit als harmlose Musikdatei. Das Öffnen dieser Datei verursacht allerdings nicht das erwartete Abspielen, sondern die unkontrollierte Ausführung des Schadprogramms.
==== Dateiarten, deren Ausführbarkeit dem Opfer nicht bewusst ist ====
Die Ausführbarkeit von „.exe“-Dateien unter Windows ist vielen Anwendern bekannt. Es gibt aber einige Dateiarten, bei denen dies nicht so gut bekannt ist. Wurm-Programmierer spekulieren deshalb darauf, dass diese Dateien nicht mit derselben Vorsicht wie „.exe“-Dateien behandelt und dadurch leichtfertig zur Ausführung gebracht werden.
Beispiele sind Dateien mit der Endung „.scr“ (für gewöhnlich [[Bildschirmschoner]] für Windows), Dateien mit der Endung „.pif“ (normalerweise DOS-Datei-Verknüpfungen), Dateien mit der Endung „.vbs“ (Visual Basic Script - Dateien) oder Dateien mit der Endung „.bat“ (DOS-Batch-Dateien).
==== Codierung in für Antivirenprogramme unzugängliche Formate ====
Oft werden Würmer in [[ZIP (Dateiformat)|ZIP]]-Archive verpackt, um es Virenscannern zu erschweren, den Wurm zu entdecken. Zum Teil sind diese ZIP-Archive mit einem Passwort verschlüsselt, das sich im E-Mail-Text befindet. Dadurch wird es Virenscannern nahezu unmöglich gemacht, den Inhalt des Anhangs zu analysieren. Gleichzeitig erhöht es die Neugier des Anwenders; der Passwortschutz ist also auch Teil des [[Social Engineering (Sicherheit)|Social Engineering]].
=== Automatisches Ausführen ===
Die Verbreitung der meisten Würmer ist davon abhängig, den Anwender zu Aktionen zu veranlassen, über deren Konsequenzen er sich nicht im Klaren ist. Im Allgemeinen ist dies das Öffnen der ihm zugesandten Schadsoftware. Allerdings gibt es auch Würmer, welche nicht von der Mitwirkung des Opfers abhängig sind. Sie nutzen Techniken, die ihre Aktivierung auf dem Rechner des Opfers automatisch veranlassen. Da dies grundsätzlich nicht möglich sein sollte, fällt dies unter die Kategorie „Ausnutzen von Sicherheitslücken“.
Der Wurm ''[[W32.Blaster|MS Blaster]]'' nutzt einen Remote-[[Exploit]] in der [[Remote Procedure Call|RPC]]/[[Distributed Component Object Model|DCOM]]-Schnittstelle von [[Microsoft Windows 2000|Windows 2000]] und [[Microsoft Windows XP|XP]]. Das bedeutet, er nutzt eine [[Sicherheitslücke]] aus (engl. „to exploit“), um Rechner über Netzwerke zu infizieren. Nach einer Infektion beginnt er, wahllos Netze (also, z. B. das [[Internet]]) nach weiteren Rechnern mit dieser Sicherheitslücke abzusuchen, um sie unverzüglich ebenfalls zu infizieren (siehe [[Computerwurm#Geschichte|Geschichte]]).
Neben Sicherheitslücken des [[Betriebssystem|Betriebssystems]] können auch Sicherheitslücken in Anwendungssoftware Einfallstore für Würmer bieten. Eine Reihe von Würmern nutzt einen Fehler in der [[JavaScript]]-Implementierung des bekannten E-Mail-Programms Microsoft [[Outlook Express]]. Die Anlagen von [[HTML]]-E-Mails, welche mit speziellem Javascript-Code ausgestattet waren, wurden von Outlook Express ohne Zutun des Benutzers geöffnet und somit der Rechner infiziert. Allein das Betrachten des E-Mail-Textes startete also, ohne weiteres Zutun des Anwenders, die Schadsoftware. Der Fehler lag in der Bibliotheksdatei ''mshtml.dll'', die Outlook (und auch andere Programme) zum Anzeigen von HTML-E-Mails benutzt. Für diese Sicherheitslücke hat Microsoft in der Zwischenzeit ein Update bereitgestellt. Zum Ausführen von Wurm-Anhängen enthält eine E-Mail HTML-Code, der ein Fenster im Fenster (iframe) erzeugt, in dem der Datei-Anhang mithilfe eines Scripts (z. B. JScript oder VBScript) gestartet wird. Der Wurm verschickt sich selbst, wobei aus dem Adressbuch des Benutzers wahllos Empfänger- und Absenderadressen entnommen werden. Es ist daher sinnlos, beim Empfang einer verseuchten E-Mail eine Warnung an die Absenderadresse zu schicken; es trifft höchstwahrscheinlich den Falschen. Eine ähnliche Sicherheitslücke existierte auch im E-Mail-Programm „[[Eudora (Software)|Eudora]]“.
Auch gibt es Würmer, welche es nicht (hauptsächlich) auf die Rechner von Anwendern absehen, sondern auf Servercomputer. So spezialisierte sich in der Vergangenheit eine ganze Reihe von Würmern auf Sicherheitslücken im ''Internet Information Server'' (weit verbreitete Webserver-Software für [[Microsoft Windows|Windows]]). Nach der Infektion begannen die Server selbstständig nach weiteren Servern zu suchen, um auch diese zu infizieren.
=== Instant Messaging-Würmer ===
Instant-Messaging-Programme sind so genannte Chat-Programme wie zum Beispiel [[ICQ]] oder MSN Messenger. Ein Wurm dieser Art verbreitet sich, indem er allen Kontakten einen [[Hyperlink|Link]] zu einer Seite schickt, welche den Wurm enthält. Klickt der Benutzer auf den Link, wird der Wurm auf dem Computer installiert und ausgeführt. Nun sendet der Wurm auch von diesem Computer den Link an alle eingetragenen Kontakte weiter. Durch Reverse Engineering wurde in den vergangenen Monaten die Funktionalität mehrerer IM-Programme herausgefunden und dadurch konnten auch Computerwürmer geschrieben werden, die sich an sämtliche Kontakte des Opfers als Link zu einer infizierten Datei schicken.
=== IRC-Würmer ===
[[Bild:Irc.PNG|thumb|400px|right|Eine durch einen IRC-Wurm modifizierte script.ini-Datei des Programms [[mIRC]]]]
[[IRC-Client]]s sind Programme, mit denen jeder beliebige Benutzer mit anderen Benutzern virtuell in [[Echtzeit]] Textnachrichten im [[Internet Relay Chat]] austauschen kann. Die meisten IRC-Programme benutzen, um sich am [[IRC-Server]] anmelden zu können, ein spezielles Script, das beim Starten des Programms ausgeführt wird. Dieses Script beinhaltet Befehle, die das IRC-Programm ausführt. Diese Befehle sind zum Beispiel das Einloggen in einen [[Channel (IRC)|Channel]], das Schreiben von Meldungen, aber auch das Versenden von Dateien. Ein IRC-Wurm, der einen Computer infiziert hat, sucht nach IRC-Programmen, die er benutzen kann, um sich weiterzuverbreiten. Wenn er ein solches Programm gefunden hat, modifiziert er das Script, welches automatisch geladen wird. Beim nächsten Start des IRC-Programms wird der Wurm selbstständig an alle Benutzer in einem Chatraum verschickt. Wenn ein Benutzer den Download akzeptiert und öffnet, wiederholt sich das Ganze. Derzeit gibt es für fünf IRC-Programme IRC-Würmer ([[mIRC]], pIRCh, vIRC, dIRC und Xircon).
=== P2P-Würmer ===
[[Peer-To-Peer]] ist eine [[Netzwerk]]form, die ohne [[Server]] Rechner im Netz verbindet, d.h. eine Direktverbindung zwischen den einzelnen Benutzern herstellt. Die meisten im Internet erhältlichen Tauschbörsen wie [[Kazaa]] oder Morpheus sind Peer-To-Peer-Netzwerke. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie sich ein Wurm in einer Tauschbörse verbreitet. Die erste Möglichkeit ist, dass sich der Wurm in den freigegebenen Ordner kopiert, von dem andere Benutzer Dateien downloaden können. Für diese Art von Würmern ist die richtige Namensgebung sehr wichtig, da mehr Benutzer eine Datei mit einem interessanten Namen downloaden als eine Datei mit einem zufällig erstellten Namen. Darum gibt es Würmer, die ihre Namen im Internet auf speziellen Seiten suchen, um so glaubwürdig wie möglich zu sein. Diese Art der Verbreitung in Tauschbörsen ist sehr einfach, aber nicht besonders effektiv. Bei der zweiten Möglichkeit der Verbreitung bietet der Wurm über ein Peer-To-Peer-Protokoll bei jeder Suchabfrage den anderen Benutzern des P2P-Netzwerkes eine infizierte Datei als Suchergebnis an. Der Benutzer kopiert dann den Wurm als vermeintlich gesuchte Datei auf seinen Computer und infiziert ihn beim Öffnen. Diese Art der Verbreitung ist sehr effektiv, aber schwierig zu programmieren und deshalb kaum verbreitet.
=== Handywürmer ===
[[Bild:Caribe.PNG|400px|thumb|Codeteil von Caribe – dem ersten Handywurm – verbreitet sich via Bluetooth]]
[[Handy]]würmer sind die neueste Art von Würmern. Zuerst aufgetreten sind sie im Juni [[2004]]. Die derzeitigen Würmer verbreiten sich meist über [[Bluetooth]], eine kabellose Verbindung zwischen Handys, Drucker, Scanner oder sogar [[Bordcomputer]]n von Autos mit einer Reichweite von ungefähr zehn Metern. Handywürmer greifen das Betriebssystem [[Symbian OS]] an und versuchen, sich selbst mit Bluetooth an alle erreichbaren Bluetooth-Empfänger zu schicken. Gleich wie im Computersektor – so vermuten Antivirenhersteller – werden im Handybereich immer mehr Viren und Würmer auftreten. Seit dem Jahr [[2005]] ist es auch möglich, dass sich Handywürmer durch [[Multimedia Messaging Service|MMS]] verbreiten. Die derzeitigen Handywürmer sind noch zu trivial, um als wirkliche Gefahr zu gelten. Auch ist noch kein Handywurm „[[in-the-wild]]“ (offiziell verbreitet) gesichtet worden. Sicherheitsexperten befürchten, dass die Entwicklung von Handywürmern zukünftig das gleiche Ausmaß annimmt wie die Entwicklung der bereits lange existierenden Computerwürmer. Ein wirklicher Schutz gegen Handywürmer wird zurzeit erst entwickelt. Zwar gibt es schon ein Antiviren-Programm für Symbian OS, jedoch ist dieses noch bei keinem Handy vorinstalliert enthalten. Eine weitere Schutzmöglichkeit – ein betreiber-basiertes Programm, das alle Nachrichten durchsucht – ist derzeit noch nicht möglich, da die Verzögerung bis zum Empfangen einer Nachricht zu groß werden würde. Antivirenhersteller empfehlen ihren Kunden daher, Bluetooth standardmäßig zu deaktivieren.
== Schutz ==
Wenn man sich vor Würmern schützen möchte, muss man sich erst fragen, vor welchen Angriffen genau man sich denn schützen möchte. Nur vor dem konkreten Einzelfall oder Klassen von konkreten Einzelfällen kann man sich schützen. Man muss also die konkreten Verbreitungs- bzw. Angriffsmethoden kennen, verstanden haben und dazu passende Schutzmechanismen planen und umsetzen. „Sich unwohl fühlen“ oder „sich besser fühlen“ mit bestimmten Maßnahmen sind keine Kriterien für einen vernünftigen Schutz. Auch blind Schutz-Software zu installieren ist nicht zielführend. Man sollte sich sogennante Antiviren Programme mit [[Firewall]] kaufen. Diese schützen nach der Installation den Rechner. Allerdings ist eine Infektion nicht ausgeschlossen!
== Sicherheitslücken in Anwendungen ==
Heutige Anwendungen sind so komplex, dass nicht mehr garantiert werden kann, dass sie fehlerfrei sind. Man geht in der Regel sogar davon aus, dass zahlreiche Fehler enthalten sind. Einige dieser Fehler lassen sich dazu benutzen, Programm-Code auszuführen, was aber natürlich durch den Programmierer der fehlerhaften Anwendung niemals vorgesehen war. Geschickt geformte Daten können so plötzlich einen [[MP3]]-Player z.B. veranlassen, Dateien zu löschen.
Schützen kann man sich dagegen durch viel Aufmerksamkeit: Allgemein gilt, dass [[Software]] ([[Betriebssystem]], E-Mail-Software) immer auf dem neuesten stabilen Stand sein sollte. Viele Würmer nutzen Sicherheitslücken veralteter Softwareversionen, um sich zu verbreiten. Rechner, deren Software auf dem neuesten Stand ist und deren bekannte Sicherheitslücken beseitigt sind, sind deutlich schwerer zu infizieren. Außerdem gilt es sich zu informieren, ob in den verwendeten Anwendungen und im Betriebssystem Sicherheitslücken existieren und wie man diese Lücken schließen kann. Bei oft auffälligen Anwendungen ist zu überlegen, ob man diese Anwendung wirklich weiter einsetzen möchte.
Unterscheiden muss man noch Client-Anwendungen bzw. nicht netzwerkfähige Anwendungen und Server-Anwendungen. Die erste Klasse von Anwendungen muss vom Benutzer des Computers dazu veranlasst werden, Daten zu verarbeiten. Ein E-Mail-Programm beispielsweise holt nur vom Benutzer initiiert E-Mails ab, über das Netzwerk lässt sich dieser Vorgang nicht steuern. Gegen Lücken in solchen Anwendungen helfen keine Paketfilter und auch keine [[Personal Firewall|Personal-Firewalls]]. Entweder man verwendet eine solche Anwendung einfach nicht oder man versucht, durch Patches diese Lücken zu schließen.
Die zweite Klasse von Anwendungen, Server-Anwendungen oder auch Dienste, warten auf Anfragen über das Netzwerk: jeder Fremde kann Daten an diese Anwendungen per Netzwerk/Internet schicken. Somit steigt das Risiko, infiziert zu werden, wenn Sicherheitslücken in solchen Anwendungen existieren. [[Windows]] beispielsweise startet eine Vielzahl von zumeist unnötigen Server-Anwendungen schon beim Systemstart. Mehrere Würmer hatten so bereits leichtes Spiel, als Sicherheitslücken in diesen Server-Anwendungen bekannt wurden - notwendig ist diese sicherheitskritische Standard-Konfiguration von Windows nicht.
Schützen kann man sich vor Sicherheitslücken in Server-Anwendungen durch rechtzeitiges Einspielen von [[Patch|Patches]], durch Beenden oder Umkonfiguration der Server-Anwendung, so dass keine Anfragen mehr über das Netzwerk angenommen werden, oder durch das Dazwischenschalten von [[Paketfilter|Paketfiltern]], die riskante Anfragen an Server-Anwendungen ausfiltern.
== Schutz vor Social-Engineering ==
Technisch kann man sich nicht vor [[Social Engineering (Sicherheit)|Social-Engineering]] schützen, man ist darauf angewiesen, seinen Verstand zu gebrauchen und stets kritisch zu sein.
Gegen die Verbreitungsform E-Mail ist der sicherste Schutz der verantwortungsvolle Umgang mit E-Mail und deren Anhängen. Es sollten keine unverlangten Anhänge geöffnet werden. Auch bekannte Absender sind keine Gewährleistung der Echtheit, da zum einen die Absender meist gefälscht sind und zum anderen bekannte Absender ebenfalls Opfer von Würmern werden können. Im Zweifelsfall sollte man beim Absender nachfragen. Vor dem Öffnen zugesandter Dateien ist eine vorherige Prüfung mit der Antivirensoftware niemals falsch.
== Schutz durch Software ==
=== Virenscanner ===
[[Bild:Santy.bmp.jpg|400px|thumb|Online-Scanner findet Wurm.Santy - ein durch eine Schwachstelle in phpBB-Foren sehr stark verbreiteter Wurm]]
Ein [[Virenscanner]] kann im Einzelfall Infektionen verhindern, wenn vor dem Ausführen einer Datei, die einen Wurm enthält, der Virenscanner die Datei prüft, den Wurm erkennt und zugleich das Ausführen verhindert oder schon im Vorfeld bei Routine-Scans diese Datei entdeckt und der Anwender darauf aufmerksam gemacht wird. Ein solches Szenario ist beim Social-Engineering denkbar, wo dem Anwender nicht klar ist, dass er eine Datei ausführt oder über die Eigenschaften des Programms getäuscht wird. Da der Virenscanner aber den Wurm möglicherweise nicht kennt, ist dieses Szenario durch einen Virenscanner nicht abgedeckt. Zahlreiche andere Infektionsmöglichkeiten können vom Virenscanner gar nicht verhindert werden, beispielsweise die Infektion über eine laufende Server-Anwendung.
Die Bereinigung eines infizierten Systems ist durch einen Virenscanner nicht zuverlässig möglich. Hersteller von Virenscannern empfehlen das Neuaufsetzen des infizierten Systems, siehe auch [[Technische Kompromittierung|Kompromittierung]].
=== Personal-Firewalls ===
Es kann hilfreich sein, eine [[Personal-Firewall]]-Software zu verwenden bzw. zu aktivieren, wenn sie im Lieferumfang des Betriebssystems enthalten ist (aktuelle [[Linux-Distribution]]en, Windows XP Service Pack 2). Diese kann, wenn sie richtig konfiguriert ist, Anfragen über das Netzwerk an laufende Server-Anwendungen ausfiltern und somit das Ausnutzen von auch noch unbekannten Sicherheitslücken verhindern. Sinnvoll ist diese Maßnahme vor allem, wenn es nicht möglich ist, die Server-Anwendung zu beenden oder so zu konfigurieren, dass Anfragen nicht mehr angenommen werden oder aber wenn die Gefahr besteht, dass eine Server-Anwendung ungewollt gestartet wird. Allerdings können diese Personal-Firewalls selbst Sicherheitslücken enthalten, durch die Angreifer in ein System eindringen können.
=== Paketfilter ===
Die meisten Personal-Firewalls haben auch einen Paketfilter integriert. Ein [[Paketfilter]] ist eine Anwendung, die Netzwerkkommunikation nach bestimmten technischen Kriterien filtern kann. Diese Kriterien kann man durch die Konfiguration des Paketfilters festlegen. Um sich vor Angriffen auf Server-Anwendungen zu schützen, kann man einen solchen Paketfilter einsetzen, indem man Anfragen an diese Server-Anwendung ausfiltert, wenn Gründe dagegen sprechen, die Server-Anwendung zu beenden, oder die Gefahr besteht, dass eine Server-Anwendung ungewollt gestartet wird.
=== Rechtetrennung des Betriebssystems ===
Ausgereifte [[Betriebssystem]]e ([[Mac_OS|Mac OS]],[[ Linux]], [[Microsoft Windows NT|Windows ab Version NT]]) bieten von Hause aus Sicherheitsmechanismen, welche eine Infektion deutlich erschweren bzw. unmöglich machen können. Trotzdem arbeiten beispielsweise viele Windows-Nutzer stets mit [[Administrator|Administratorrechten]]. In diesem Betriebszustand sind viele Sicherheitsschranken des Betriebssystems außer Kraft. Ein versehentlich oder automatisch gestartetes Wurmprogramm (das gleiche gilt für Viren) kann sich ungehindert die Kontrolle über viele Systemfunktionen aneignen. Sinnvoller ist es, sich zwei Benutzerkonten einzurichten: eines für die routinemäßige Arbeit mit stark eingeschränkten Benutzerrechten, insbesondere eingeschränkten Rechten zur Softwareinstallation; das andere mit Administratorrechten allein für Installations- und Konfigurationsarbeiten. Leider funktionieren diverse Programme unter Windows nicht oder nur unzuverlässig mit eingeschränkten Benutzerrechten. Für alle Betriebssysteme gilt aber, dass das Arbeiten mit eingeschränkten Benutzerrechten Computerwürmer nicht in jedem Fall verhindert. Grund dafür ist, dass jeder Benutzer zum Beispiel E-Mails verschicken kann.
== Wirtschaftlicher Schaden ==
Der finanzielle Schaden, den Computerwürmer anrichten können, ist viel höher als jener bei [[Computervirus|Computerviren]]. Grund dafür ist der enorme Verbrauch an Netzwerkressourcen. Dieser Verbrauch kann zu einem Ausfall von Servern wegen Überlastung führen. Wenn ein Server ausfällt, führt das in Betrieben zu einem Arbeitsausfall. Anfang Mai 2004 erlitt eine Anzeigetafel des Flughafen Wien-Schwechat durch den Wurm „Sasser“ kurzfristig einen Totalausfall. Auswirkungen hatte dies aber nur auf das interne Informationssystem und konnte durch einen Neustart des betroffenen Computers behoben werden. Es entstanden keine Schäden, nicht einmal eine Verspätung. [[SQL Slammer]] wiederum belastete stellenweise die Internet-Infrastruktur derart, dass vielerorts die Verbindungen komplett zusammenbrachen.
Einen weiteren wirtschaftlichen Schaden können in Zukunft Handywürmer nach sich ziehen, die sich über [[Multimedia Messaging Service|MMS]] verbreiten. Wenn ein solcher Wurm dutzende kostenpflichtige MMS verschickt, ist mit einem hohen finanziellen Verlust zu rechnen.
Weitere finanzielle Schäden können durch so genannte [[Denial of Service|Distributed-Denial-of-Service]]-Attacken entstehen. Wie am Beispiel [[W32.Blaster]] ersichtlich ist, können dadurch sogar große Betriebe wie [[SCO Group|SCO]] oder [[Microsoft]] in Bedrängnis gebracht werden.
== Kopfgeld auf Wurmautoren ==
Im November [[2003]] gründete [[Microsoft]] ein so genanntes Anti-Virus-Reward-Program, um weltweit die Jagd auf Verantwortliche für die Verbreitung von Würmern und [[Computervirus|Viren]] zu unterstützen. Bei der Gründung erhielt die Initiative ein Startkapital von 5 Millionen US-Dollar, wovon bereits ein Teil der Summe für die Ergreifung und Verurteilung aktueller Wurm-Verbreiter zur Belohnung ausgesetzt wurde. Damit will Microsoft die zuständigen Ermittlungsbehörden bei der Fahndung nach den Verursachern unterstützen. Microsoft arbeitet mit [[Interpol]], dem [[FBI]], dem [[Secret Service]] und dem „Internet Fraud Complaint Center“ zusammen, denn ''„boshafte Würmer und Viren sind kriminelle Attacken auf jedermann, der das Internet benutzt“''.
Derzeitig sind die Autoren der Würmer [[W32.Blaster]], [[Sasser]], [[Netsky]] und ''Sobig'' auf der „Wanted“-Liste. Im Mai 2004 hatte dieses Programm seinen ersten Erfolg, als der Wurmautor von Sasser und Netsky verhaftet und verurteilt wurde. Der zu diesem Zeitpunkt 18-jährige Schüler aus [[Waffensen]] im Kreis Rotenburg/Wümme wurde von seinen Freunden wegen der ausgesetzten Belohnung verraten.
== Geschichte ==
=== Anfänge ===
Das Konzept eines Computerwurms oder Netzwerkwurms wurde schon 1975 im [[Science-Fiction]]-Buch ''[[The Shockwave Rider]]'' (dt. ''Der Schockwellenreiter'') von [[John Brunner]] erwähnt. Aber erst im Jahr 1988 wurde von [[Robert Tappan Morris|Robert Morris]] der erste wirkliche Computerwurm programmiert. Der so genannte ''Morris-Wurm'' verbreitete sich unter Ausnutzung von einigen [[Unix]]-Diensten, wie z.B. [[sendmail]], [[Finger (Internetprotokoll)|finger]] oder [[rexec]] sowie der r-Protokolle. Zwar hatte der Wurm keine direkte Schadensroutine, trotzdem legte er wegen seiner aggressiven Weiterverbreitung ca. 6000 Rechner lahm - das entsprach zu dieser Zeit ungefähr 10 % des weltweiten Netzes.
Die Entwicklung von Computerwürmern blieb bis Mitte der 90er Jahre beinahe stehen. Grund dafür war, dass das [[Internet]] noch nicht die Ausdehnung hatte, die es heute hat. Bis dahin konnten sich [[Computervirus|Computerviren]] viel schneller verbreiten.
=== Mitte der 90er bis 2000 ===
In diesem Zeitraum entwickelten sich die Computerwürmer wieder. Erst im Jahr 1997 läutete der erste E-Mail-Wurm ein neues Zeitalter für Netzwerk-Würmer ein. Er ist in der Makrosprache [[Visual Basic for Applications|VBA]] für [[Microsoft]] Word 6/7 geschrieben und wird ''ShareFun'' genannt.
Im selben Jahr wurde auch noch der erste Wurm entdeckt, der sich über [[Internet Relay Chat|IRC]] verbreiten kann. Er benutzte dabei die script.ini-Datei des Programms [[mIRC]].
Ein weiteres prägendes Ereignis in diesem Jahr war die Entdeckung des Wurms ''Homer'', der als erster für seine Verbreitung das Transferprotokoll [[File Transfer Protocol|FTP]] benützt. Ab diesem Zeitpunkt wurde klar, dass auch [[Netzwerkprotokoll|Netzwerkprotokolle]] von Würmern ausgenutzt werden können.
Das Jahr 1999 war für Würmer sehr entscheidend. Einerseits verbreitete sich über [[Outlook]] der E-Mail-Wurm ''Melissa'' weltweit und sorgte für große Aufmerksamkeit der Medien. Andererseits wurden erstmals auch komplexe Würmer wie ''Toadie'' (der sowohl DOS- als auch Windows-Dateien infiziert und sich über IRC und E-Mail verbreitete) und ''W32.Babylonia'' (der sich als erste [[Malware]] selbst [[Update|updaten]] konnte) entwickelt.
Im Jahr 2000 geriet ein Wurm besonders ins öffentliche Bewusstsein: Mit seinem massiven Auftreten inspirierte der ''[[Loveletter|I-love-you]]''-E-Mail-Wurm viele Nachahmer.
=== 2001 bis heute ===
Eine wichtige Entwicklung im Jahr 2001 war das Auftreten der ersten Würmer mit einer eigenen [[SMTP]]-Engine. Ab diesem Zeitpunkt waren Würmer nicht mehr auf Microsoft Outlook (Express) angewiesen. Auch wurden die ersten Würmer entdeckt, die sich via [[ICQ]] oder [[Peer-to-Peer]]-Netzwerken verbreiten konnten.
Aber die wichtigste Erneuerung – oder Wiederentdeckung seit dem ''Morris-Wurm'' aus dem Jahr 1988 – war das Ausnutzen von Sicherheitslöchern oder Softwareschwachstellen in Programmen. So erreichte der Wurm ''[[Code Red]]'' im Jahr 2001 eine große Verbreitung, da er eine Lücke in [[Microsoft|Microsofts]] [[Microsoft Internet Information Server|Internet Information Server]] ausnutzt.
Durch das Ausnutzen von Schwachstellen konnten nun auch die ersten dateilosen Würmer in Erscheinung treten. Sie verbreiteten sich durch Sicherheitslücken und blieben nur im [[Random Access Memory|RAM]], nisteten sich also nicht auf die Festplatte ein.
Im Jahr 2002 wurde mit dem Wurm ''[[Slapper]]'' die bis zurzeit am weitesten verbreitete [[Malware]] für das [[Betriebssystem]] [[Linux]] geschrieben.
Das Ausnutzen von Sicherheitslücken hielt auch in den Jahren 2003 und 2004 an. Der Wurm ''[[SQL Slammer]]'' verbreitete sich sehr stark durch Ausnutzen einer Sicherheitslücke im [[Microsoft SQL Server]]. Bis dahin wurden Privat-Anwender von dieser Art von Würmern verschont. Das änderte sich im August 2003, als der Wurm ''[[W32.Blaster]]'' eine Sicherheitslücke im [[Microsoft Windows|Microsoft-Windows]]-Betriebssystem ausnutzte und mit einer gewaltigen Verbreitungswelle Schlagzeilen machte. Im Jahr 2004 nutzte der Wurm ''Sasser'' ein ähnliches Verfahren und griff damit auch wieder Privatanwender an.
Im Jahr 2004 wurde der Wurm [[Mydoom]] das erste Mal gesichtet. Die schnelle Verbreitung des Wurms führte für ein paar Stunden zu einer durchschnittlich 10-prozentigen Verlangsamung des Internetverkehrs und einer durchschnittlich erhöhten Ladezeit der Webseiten von 50 Prozent.
In den Jahren 2004 und 2005 wurden die ersten Computerwürmer für Handys entdeckt, die sich auf [[Smartphone]]s mit dem Betriebssystem [[Symbian OS]] verbreiten. ''SymbOS.Caribe'' war der erste Handywurm, der sich mit der [[Bluetooth]]-Netzwerktechnologie weiterverbreitet. Im Januar 2005 erschien mit ''SymbOS.Commwarrior'' dann der erste Wurm, der sich selbst als MMS verschicken kann. Die Verbreitung von Handywürmern wird mittlerweile von mehreren Antivirenprogramm-Herstellern gemeldet. Vor allem bei großen Veranstaltungen gibt es immer wieder Masseninfektionen durch Bluetooth-Würmer.
Der erste Wurm für Apples Mac OS X Betriebssystem wurde am 13. Februar 2006 im Forum einer us-amerikanischen Gerüchteseite veröffentlicht.
Bis dahin galt das Betriebssystem der Macintosh Computer als gänzlich von Viren und Würmern unbelastet.
Bisher ist sich die Applegemeinde noch nicht sicher, ob es sich bei diesem Wurm tatsächlich um einen Wurm (Art der Verbreitung) oder einen Virus (Infizierung von ausführbarem Programmcode und verstecken darin) handelt.
Auch die Benennung des Wurmes ist bisher noch nicht eindeutig.
Die Firma Sophos benannte ihn OSX/Leap-A (erster veröffentlichter Mac OS X Wurm),
Andrew Welch (verfasste die erste technische Beschreibung der "Schadensroutinen") nannte ihn OSX/Oomp-A (nach der Überprüfungsroutine die den Wurm vor der Reinfektion schützen soll)
[http://www.macsibbern.de/content/view/654/1/ Die deutsche Beschreibung der technischen Funktionen des ersten Mac OS X Wurmes ist hier zu finden.]
== Siehe auch ==
* [[Computersicherheit]]
* [[Backdoor]]
* [[Dropper]]
== Literatur ==
* Biggs, John: ''Black Hat – Misfits, Criminals, and Scammers in the Internet Age.'' Apress, Berkeley, Cal. 2004, ISBN 1-59059-379-0 (englisch)
* Burger, Ralf: ''Das große Computer-Viren-Buch.'' Data Becker, Düsseldorf 1989, ISBN 3-89011-200-5
* Szor, Peter: ''The Art Of Computer Virus Research And Defense.'' Addison-Wesley, Upper Saddle River, NJ 2005, ISBN 0-321-30454-3 (englisch)
== Weblinks ==
* RFC 2828: ''Internet Security Glossary'' (u. a. Definition von Worm)
* [http://rozinov.sfs.poly.edu/papers/bagle_analysis_v.1.0.pdf Konstantin Rozinov: ''Reverse Code Engineering. An In-Depth Analysis of the Bagle Virus.'' 2004]
* [http://enterprisesecurity.symantec.com/PDF/computerparasitology.pdf?PID=358730 ''Computer Parasitology. Klassifikation und Geschichte von Computerwürmern.'' Virus Bulletin Konferenz 1999.]
* [http://www.bsi.bund.de/av/vb/soberh.htm Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik] (Beschreibung - W32.Sober.H@mm)
* [http://www.cs.berkeley.edu/~nweaver/warhol.html Nicholas C Weaver: ''Warhol Worms: The Potential for Very Fast Internet Plagues.'' 2002]
* [http://www.computerworld.com/securitytopics/security/holes/story/0,10801,107483,00.html?source=NLT_SEC2&nid=107483 A Sober Primer: The worm from A to Z] ("Computerworld", 05.01.2005)
{{Exzellent}}
[[Kategorie:Computerviren und -würmer]]
[[en:Computer worm]]
[[es:Gusano informático]]
[[fr:Ver informatique]]
[[hu:Számítógépes féreg]]
[[it:Worm]]
[[ja:ワー (コンピュータ)]]
[[nl:Computerworm]]
[[pl:Robak komputerowy]]
[[pt:Worm]]
[[ru:Сетевые черви]]
[[sk:Počítačový červ]]
[[sv:Internetmask]]
[[th:หนอนคอมพิวเตอร์]]
[[uk:Хробак комп'ютерний]]
[[vi:Sâu máy tính]]
[[zh: 虫病毒]]
[[zh-min-nan:Tiān-naú u-óng]]
Diese Version des Artikels stammt vom 22.02.2006.
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