Douglasie
bei [[Suhl]]/Thüringer Wald.]] |- ! {{Taxonomy}} |- | {| |- | ''{{Classis}}:'' || Pinopsida |- | ''{{Ordo}}:'' || [[Kiefernartige]] (Pinales) |- | ''{{Familia}}:'' || [[Kieferngewächse]] (Pinaceae) |- | ''{{Subfamilia}}:'' || Laricoideae |- | ''{{Genus}}:'' || [[Douglasien]] (''Pseudotsuga'') |- | ''{{Species}}:'' || Douglasie |} |- ! [[Nomenklatur (Biologie)|Wissenschaftlicher Name]] |- | class="taxo-name" | ''Pseudotsuga menziesii'' |- | class="Person" | ([[Charles François Brisseau de Mirbel|Mirbel]]) [[João Manuel Antonio Paes do Amaral Franco|Franco]] 1950 |} Die '''Douglasie''' (''Pseudotsuga menziesii''), fälschlich auch '''Douglastanne''', '''Douglasfichte''' oder '''Douglaskiefer''' genannt, ist ein [[Nadelbaum]] aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Douglasien]] (''Pseudotsuga'') in der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Kieferngewächse]] (Pinaceae). Die [[Gattung]] Pseudotsuga umfaßt nur sechs Arten, von denen vier im begrenzten Verbreitungsgebieten in Ostasien und zwei im westlichen Nordamerika vorkommen. In Europa war die Gattung im [[Tertiär (Geologie)|Tertiär]] vertreten, im Verlauf der [[Eiszeit]] ist sie hier jedoch ausgestorben. == Vorkommen == Das natürliche Verbreitungsgebiet der Douglasie ist der Westen [[Nordamerika]]s, wo sie an den Hängen der [[Rocky Mountains]] von [[Britisch-Kolumbien]] über die Kaskaden-Kette der [[Sierra Nevada]] bis nach [[Mexiko]] weite Flächen einnimmt. Der schottische Botaniker [[David Douglas]] brachte den nach ihm benannten Baum im 18. Jahrhundert von einer Expedition mit nach [[Europa]]. Seitdem wird sie in [[Mitteleuropa]] in bedeutendem Umfang im Forst, aber auch in [[Park]]s und Gärten angepflanzt. Als eingeführte Spezies hat sich die Douglasie in vielen Ländern der Erde bewährt, sie ist die in Europa bei weitem wichtigste fremdländische Baumart. Die ersten, nun 120-jährigen Versuche in [[Deutschland]] ergeben je nach Ursprungsherkunft faszinierende Waldbilder. == Beschreibung == Die Douglasie ist ein [[immergrün]]er [[Nadelbaum]] mit Wuchshöhen um 60 Meter in [[Europa]]; in ihrem Ursprungsgebiet kann sie jedoch fast doppelt so hoch werden. Die höchste Douglasie, die man bisher gefunden hat, war 133 Meter hoch. Dies ist weitaus höher als jeder heute noch aufrecht stehende [[Baum]] (der derzeit höchste ist ein [[Küstenmammutbaum]] von 112 m Höhe in [[Kalifornien]]). Die kräftigsten Exemplare erreichen an der Basis einen Stammdurchmesser um 4 Meter. Die Douglasie bildet eine relativ schlanke kegelförmige [[Baumkrone|Krone]]. Die Nadeln sind grün bis blaugrün, einzelnd stehend, weich und stumpf. Sie werden 3 bis 4 Zentimeter lang und verströmen, wenn man sie zerreibt, einen aromatischen, angenehmen Geruch. Die [[Zapfen (Botanik)|Zapfen]] sind länglich oval mit dreispitzigen Deckschuppen. Die Douglasie blüht auf der [[Nordhalbkugel]] im allgemeinen von April bis Mai; die Samen reifen bis September und werden Oktober bis November freigegeben. Die Douglasie wächst schnell und kann ein Höchstalter von 400 Jahren erreichen. Sie hat ein herzförmiges Wurzelsystem und benötigt nur wenig frische, tiefgründige Böden bei mittleren Nährstoffansprüchen. Die Streuzersetzung verläuft mäßig langsam, das C/N-Verhältnis beträgt 77. Die Streu der Douglasie bewirkt (im Gegensatz z. B. zur Fichtenstreu) keine Versauerung des Bodens. == Nutzung == Das [[Holz]] der Douglasie ist vielfältig verwendbar. Es ist sehr dauerhaft und witterungsbeständig; in den wenigen noch bestehenden Urwäldern soll die Zersetzung abgestorbener Bäume Jahrhunderte dauern. Es findet Verwendung als Furnierholz (Schälholz), Ausstattungsholz (Parkett, Möbel, Vertäfelung), Konstruktionsholz für mittlere Beanspruchung im Innen-, Erd-, und Wasserbau, für Fenster, Türen und Spezialholz (Schiffsmasten, Rammpfähle, Schwellen, Fässer). Das Holz der Douglasie ist im Kern besser imprägnierbar als Fichtenholz und wird als das beste Holz zum Bau von Dachstühlen angesehen. == Unterarten == Die Douglasie (''Pseudotsuga menziesii'') wird in zwei Unterarten und eine Varietät gegliedert: *[[Grüne Küsten-Douglasie]] (''Pseudotsuga menziesii'' subsp. ''menziesii'' oder ''viridis''), auch Grüne Douglasie genannt; diese Unterart wird in Deutschland forstlich angebaut; *[[Blaue Colorado-Douglasie]] (''Pseudotsuga menziesii'' subsp. ''glauca ''), auch Blaue Douglasie genannt; *[[Graugrüne Mittelgebirgs-Douglasie]] (''Pseudotsuga menziesii'' subsp. ''glauca '' var. ''caesia''), auch Graue Douglasie genannt, ist eine Zwischenform der beiden erstgenannten. == Wissenswertes == Der höchste Baum [[Deutschland]]s ist eine 62,45 m (Stand: [[2006]]) hohe Douglasie im [[Eberbach (Baden)|Eberbacher]] Stadtwald. Er löste damit die 100 Jahre alte „Douglasie Nr. 3“ ab, die in einem [[Forst]] nördlich des Tennenbacher Tals im Kreis [[Emmendingen]] bei [[Freiburg im Breisgau]] steht. == Bilder ==
Diese Version des Artikels stammt vom 25.07.2006.
Der Inhalt dieser Seite basiert auf dem Artikel „Douglasie“ aus der freien Enzyklop�die Wikipedia und ist unter der GNU-Lizenz f�r freie Dokumentation ver�ffentlicht. Auf der Wikipedia-Seite ist eine Liste der Autoren einzusehen.