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Dresdner Maiaufstand




Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite MediaWiki 1.7alpha first-letter Media Spezial Diskussion Benutzer Benutzer Diskussion Wikipedia Wikipedia Diskussion Bild Bild Diskussion MediaWiki MediaWiki Diskussion Vorlage Vorlage Diskussion Hilfe Hilfe Diskussion Kategorie Kategorie Diskussion Portal Portal Diskussion Dresdner Maiaufstand 303813 12595311 2006-01-14T10:22:18Z 82.254.79.147 Der '''Dresdner Maiaufstand''' vom 3. bis 9. Mai [[1849]] war gegen Ende der [[Märzrevolution]] von 1848 / 1849 der Versuch der Revolutionäre, [[König]] [[Friedrich August II. (Sachsen)|Friedrich August II.]] von [[Sachsen]] zu stürzen und eine [[Republik]] zu etablieren. Nach der Niederschlagung dieses Aufstands war die Märzrevolution in Sachsen beendet, knapp 3 Monate vor deren endgültigen Niederschlagung in den Staaten des deutschen Bundes im badischen [[Rastatt]]. == Vorgeschichte des Dresdner Maiaufstands == Schon im Jahr zuvor, zu Beginn der [[Märzrevolution]], war es [[1848]] in [[Sachsen]] wie in vielen anderen Staaten des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] und [[Mitteleuropa]]s - ausgehend von der bürgerlichen [[Februarrevolution 1848]] in [[Frankreich]], zu liberal und demokratisch motivierten [[revolution]]ären Unruhen gekommen, die neben der [[Liberalismus|Liberalisierung]] der deutschen [[Fürstentum|Fürstentümer]] auch die nationale Einigung der Staaten des deutschen Bundes in einem einheitlichen [[Deutsches Reich|deutschen Reich]] zum Ziel hatten. Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung war die Forderung nach einer gesamtdeutschen [[Verfassung]], die in der neu geschaffenen, demokratisch gewählten [[Nationalversammlung]] in der [[Paulskirche]] von [[Frankfurt am Main]] ausgearbeitet wurde (vgl. [[Frankfurter Nationalversammlung]]). Die revolutionären Aufstände in Sachsen wie in anderen Fürstentümern hatten 1848 zunächst relativ schnell ein Einlenken der regierenden [[Fürst]]en zur Folge. Es war zu Einrichtung liberaler [[Märzministerium|Märzministerien]], der Aufhebung der [[Zensur]], [[Bauernbefreiung]] von den Feudallasten und anderen für die Zeit relativ fortschrittlichen Maßnahmen gekommen. Insbesondere ausgehend von den mächtigsten Fürstentümern des Bundes, dem Königreich [[Preußen]] und dem Kaiserreich [[Österreich]], setzte sich jedoch schon ab Sommer 1848 nach und nach die [[Konterrevolution]] durch. Die [[Frankfurter Nationalversammlung]] hatte keine eigenen Machtmittel zur Hand, um ihre eigene [[Legitimation]] durchzusetzen. Als von der Nationalversammlung nach langen kontroversen [[Debatte]]n dann doch eine Verfassung vorgelegt wurde, die eine gesamtdeutsche [[konstitutionelle Monarchie]] im kleindeutschen Rahmen (= ohne Österreich) unter Führung des Königs von Preußen vorsah, lehnte [[Friedrich Wilhelm IV. (Preußen)|Friedrich Wilhelm IV.]] von Preußen die ihm angetragene [[Kaiser]]würde ab. Die preußischen und österreichischen Abgeordneten waren aus der Nationalversammlung ausgezogen. Auch Friedrich August II. von Sachsen gehörte zu den Gegnern dieser Verfassung und einer Konstitutionellen gesamtdeutschen [[Monarchie]]. Die Verfassung und damit auch die [[deutsche Einigung]] war vorerst gescheitert. Um die wichtigsten liberalen Fortschritte in den einzelnen Staaten zu sichern, kam es in einigen Staaten zur so genannten [[Reichsverfassungskampagne]]. In deren Kontext folgten in einigen Staaten erneute radikaldemokratische Revolutionsschübe, die sogenannten [[Maiaufstände]] 1849. Neben Sachsen war dies beispielsweise auch im Großherzogtum [[Baden (Land)|Baden]] der Fall (vgl. auch [[Badische Revolution]]). Der Dresdner Maiaufstand war der letzte Versuch in Sachsen, dort die Errungenschaften der Märzrevolution durchzusetzen. == Verlauf des Dresdner Maiaufstands == Am 3. Mai [[1849]] brach in [[Dresden]] der offene Aufstand aus. In der Stadt befanden sich nur 1.800 Mann reguläres [[Militär]] mit 6 bespannten Geschützen. Das [[Zeughaus]] wurde gestürmt, das Landhaus von bewaffneten Turnern besetzt. Am 4. Mai, früh um 4.30 Uhr, verließen der König, die Königin und sämtliche Minister die Stadt und gingen auf die [[Festung Königstein]]. Das Land war ohne Regierung; die Behörden waren nicht einmal von der Abreise der Minister in Kenntnis gesetzt worden. [[Samuel Erdmann Tzschirner|Tzschirner]], [[Heubner]] und Todt - Mitglieder der aufgelösten Kammer - ernannten eine "provisorische Regierung". Der ehemalige griechische Offizier Heinze war zum Kommandanten aller sächsischen [[Bürgerwehr]]en gewählt worden. Der russische [[Anarchismus|Anarchist]] [[Michail Bakunin]] traf am selben Tage in Dresden ein und leitete den ganzen Aufstand. Preußische und sächsische Truppen warfen in den Kampftagen des 7., 8. und 9. Mai den Aufruhr nieder. Die Anführer Tzschirner, Heubner, Bakunin entkamen. Ebenso konnte der am Aufstand beteiligte damalige Hofkapellmeister [[Richard Wagner]], der mit Bakunin befreundet war, aus der Stadt fliehen. Für Dresden wurde der Belagerungszustand erklärt, der jedoch nicht gehandhabt wurde. Die meisten Gefallenen waren Jugendliche, sie bildeten den Kern der Kämpfer. Von den 99 identifizierten Toten stammten etwa 40 nicht aus Dresden, an unbekannten Toten fanden sich 98. Von den 114 Verwundeten waren nur 67 Dresdener. Die Gesamtzahl der Toten und Verwundeten auf der Seite der Volkskämpfer betrug also 343 Menschen. Bakunin wurde bald nach dem Aufstand in [[Chemnitz]] gefangen genommen und später zum Tode verurteilt, jedoch [[1851]] zu lebenslänglicher Haft begnadigt und schließlich an [[Russland]] ausgeliefert, wo er weiterhin in der [[Verbannung]] gefangen gesetzt war, bis er nach einigen Jahren fliehen konnte. == siehe auch == [[Geschichte Dresdens]], [[Märzrevolution]], [[Reichsverfassungskampagne]] [[Kategorie: Deutsche Geschichte (19. Jh.)]] [[Kategorie: Dresden]] [[Kategorie: Aufstand]] [[Kategorie: 1849]] [[en:May Uprising in Dresden]]



Diese Version des Artikels stammt vom 02.05.2006.



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