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Gewinnmaximierung




Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite MediaWiki 1.7alpha first-letter Media Spezial Diskussion Benutzer Benutzer Diskussion Wikipedia Wikipedia Diskussion Bild Bild Diskussion MediaWiki MediaWiki Diskussion Vorlage Vorlage Diskussion Hilfe Hilfe Diskussion Kategorie Kategorie Diskussion Portal Portal Diskussion Gewinnmaximierung 164841 13994213 2006-02-23T19:54:01Z 84.172.52.129 Langfristige '''Gewinnmaximierung''' ist oftmals eines der Oberziele von [[Unternehmen]]. Andere Oberziele sind unter anderem die Unternehmenserhaltung, [[Wirtschaftlichkeit]] und langfristige Einzelkundenbindung. ==Konkretes Ziel== Das eigentliche [[Unternehmensziel|Ziel des Unternehmens]] ist allerdings genauer die '''langfristige Gewinnmaximierung''' bzw. '''Gewinnoptimierung''', also über einen langen Zeitraum möglichst hohe Gewinne mit Blick auf die ''langfristige Unternehmenserhaltung'' zu erwirtschaften. Wenn ein Unternehmen nämlich möglichst kurzfristig einen maximalen Gewinn erreichen möchte, bräuchte es nur den Verkauf anzustreben. ==Gründe, Folgen und Entwicklungen== Besonders die an [[börse]]nnotierte Unternehmen gestellten Anforderungen (u. a. Quartalsabschlüsse) erschweren das Anstreben des Zieles eines ''[[Nachhaltigkeit|nachhaltigen]], gesunden Wirtschaftens''. In den [[USA]] werden schon lange die unternehmerischen Aktivitäten an der schnellstmöglichen Maximierung des [[Shareholder Value]] (des Unternehmenswertes für die Aktieninhaber) ausgerichtet. Obwohl in Deutschland noch das Prinzip des [[Stakeholder Value]] gepredigt wird (also die Erhöhung des Unternehmenswertes für alle am Unternehmen Beteiligten inklusive den Mitarbeitern), richten sich immer mehr international agierende [[Konzern]]e an dieser Maxime aus. An der Börse herrscht ein stetiger Druck, am Ende jedes Quartals verbesserte Unternehmenszahlen vorzulegen, um den [[Aktienkurs]] für die [[Aktionär]]e positiv zu beeinflussen. Außerdem müssen die Unternehmen der Gefahr einer kurzfristigen [[Übernahme]] durch eine eigene wirtschaftliche Stärkung begegnen. Beide Umstände führen oft zur Aufweichung langfristiger [[Strategie]]n und zur Aufgabe einer gesunden wirtschaftlichen Entwicklung der Unternehmen. Das einzige bekannte börsennotierte Unternehmen in Deutschland, welches nach wie vor Quartalsabschlüsse ablehnt, ist die [[Porsche]] AG. In den letzten Jahren erwirtschafteten viele Großunternehmen Rekordgewinne und kündigten oft trotzdem an, Arbeitsplätze abzubauen. Dieser Schritt wird in der Regel mit der Notwendigkeit einer Stärkung begründet, um einer drohenden feindlichen Übernahme entgegenzuwirken. Jedoch wird in dieser Argumentation oft außen vor gelassen, dass Unternehmen mit exzellenten Geschäftszahlen die Attraktivität für eine Übernahme oft noch erhöht wird. Zuerst trifft die beschriebene [[Politik]] die Arbeitnehmer (vornehmlich die Mittvierziger). In der Freisetzung von Mitarbeitern liegt das größte kurzfristige Einsparungspotenzial. Die [[Personalkosten]] machen bei einem Unternehmen den weitaus größten Teil der [[Kosten]] aus. Zudem verlegen Unternehmen aus Ländern mit hohen Lohnkosten ganze personalintensive Unternehmensbereiche in Niedriglohnländer ([[Offshoring]]), um die Personalkosten noch weiter zu drücken. Es gibt allerdings auch Unternehmen, die ihr kurzsichtiges Vorgehen wieder revidieren mussten, weil sie ihr kostbares geistiges [[Know-How]], also die erfahrenen Mitarbeiter, entließen oder weil sich in Niedriglohnländern in kurzer Zeit nicht die hohe angestrebte Produktqualität verwirklichen ließ. Diese zwei Punkte verursachten den Unternehmen meist höhere Kosten als die zuvor realisierten Einsparungen. Eine in Europa erst jüngst hohe Verbreitung gefundene, aus den [[Vereinigte Staaten von Amerika|USA]] stammende [[Investition]]sform, die in der Regel als einziges Ziel die kurzfristige Gewinnmaximierung in den Mittelpunkt der Kapitalanlage stellt, sind die sogenannten [[Private Equity]]-Fonds. Private Equity-Firmen kaufen Unternehmen auf, um sie nach radikalen Restrukturierungsmaßnahmen nach wenigen Jahren mit maximalem Gewinn weiterzuverkaufen. == Formeln zur Gewinnmaximierung == Der Gewinn ist die Differenz zwischen dem [[Erlös]] und den [[Kosten]], d.h. G = E - K. Das Gewinnmaximum an dem Punkt an dem der [[Grenzerlös]] (E') gleich den [[Grenzkosten]] (K') ist, also an dem E' = K' gilt. Aus G' = E' - K' ergibt sich, dass der [[Grenzgewinn]] (G') an diesem Punkt 0 ist, d.h. G' = 0 gilt. Formal könnte im Punkt G' = 0 auch ein lokales Minimum vorliegen, die Bedingung G' = 0 ist demnach notwendig, aber nicht hinreichend. Im Punkt G' = 0 muss weiters G" < 0 gelten (G" ist die zweite Ableitung von G) um ein lokales Maximum formal zu garantieren (G" < 0 ist eine hinreichende Bedingung für ein lokales Maximum). [[Bild:Cournotscher_Punkt_2.png|thumb|Gewinnmaximum graphisch]] '''Beispiel:''' Gegeben sind die [[Preis-Absatz-Funktion]] : p(x)=150- \frac {x} {20} und eine lineare [[Kostenfunktion]] : K(x)=20000+30 \cdot x Daraus ergibt sich : E(x)= p(x) \cdot x = 150 \cdot x - \frac {x^2} {20} : E'(x)= 150 - \frac {x} {10} : G(x) = E(x) - K(x) = (150 \cdot x - \frac {x^2} {20}) - ( 20000 + 30 \cdot x) : G'(x) = 150 - \frac {x} {10} - 30 = 120 - \frac {x} {10} : G'(x) = 120 - \frac {x} {10} = 0 => 1200 - x = 0 => 1200 = x : G(1200) = (150 \cdot 1200 - \frac {1200^2} {20}) - ( 20000 + 30 \cdot 1200) = 52000 : p(1200)=150- \frac {1200} {20} = 90 Bei 1200 Mengeneinheiten ist das Gewinnmaximum in der Höhe von 52000 Geldeinheiten erreicht. Der Preis pro Mengeneinheit beträgt dabei 90 Geldeinheiten. Die Bedingung, dass G" < 0 ist, ist in diesem Fall immer erfüllt, da : G''(x)= - \frac {1} {10} => G'' < 0 für alle x \epsilon \Re ''Siehe auch:'' [[Formelsammlung Wirtschaft]] [[Kategorie:Mikroökonomie]] [[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]



Diese Version des Artikels stammt vom 10.05.2006.



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