IT-Architektur
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IT-Architektur
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2006-02-04T13:07:43Z
Hanny
47292
/* Terminalserver */
Mit dem Begriff '''IT-Architektur''' wird häufig der konzeptionelle Aufbau der [[Informationssystem]]e einer Organisation / eines Unternehmens bezeichnet. Ein kleiner Überblick über die (zum Teil schon historischen) [[Architektur (Informatik)|Architektur]]en erläutert das näher.
'''Konzeptionelle Unterschiede verschiedener Rechnerwelten'''
== Hostsysteme ==
*Stichwortartige Beschreibung:
**leistungsfähiger [[Großrechner|Zentralrechner (Großrechner, Hostsystem)]], daran angeschlossen über [[Bandbreite|schmalbandige]] Leitungen „dumme“ [[Terminal]]s, häufig transaktionsorientierter Betrieb.
**Beispiel: Buchungssystem von Banken, weltweites Ticketing einer Airline: Zentrales System mit vielen [[CPU|CPUs]], viel [[Random Access Memory|Speicher]], großen [[Festplatte|Plattensystemen]].
*Vorteile:
**Systemhoheit zentral in der betreibenden IT-Abteilung
**straffe [[Organisation]]
**Betrieb i.d.R. sehr effizient
**keine Mehrfachentwicklungen
**hohe [[Verfügbarkeit]] wegen ausgereifter Technik und zentraler [[Verantwortung]]
**schmalbandiger Bandbreitenbedarf
**einfaches [[Wartung]]skonzept bei weltweit verteilten Endgeräten
*Nachteile:
**Abhängigkeit der [[Anwender]]bereiche (Engpaß IT-Zentrale)
**Abwürgen der Kreativität
**kein modernes [[Graphical User Interface]] (GUI) vorhanden, nur zeichenorientierte Bildschirminhalte
**hoher [[Schulung]]saufwand für Nutzung von zeichenorientierten [[Anwendungsprogramm|Applikation]]en
Zur Bandbreite: Die nur schmalbandige [[Bandbreite]]nanforderung ist in der Historie begründet: Leitungen waren teuer, deshalb sollte Bandbreite gespart werden. Konsequenz: kryptische Bedienung, die Nutzer mussten sich viele Abkürzungen für Kommandos merken, Hilfeinformationen vom System waren sehr sparsam.
Zur Terminalhardware: Mit Aufkommen von PCs wurden dieses häufig mit einer Emulationssoftware / -hardware ausgestattet, die sie gegenüber dem Hostsystem als ein Terminal darstellten. Somit entfiel zunehmend der Zwang, die spezialisierten (und damit in der Regel teuren) Terminals einzusetzen.
== Personal Computer (PC) ==
lokales Gegenteil zum zentralen Hostsystem: PC.
*Vorteile:
**Chance zum benutzerfreundlichen [[GUI]]
**Bedienungs-Know-How je nach verwendetem [[Betriebssystem]] schon da (geringer Schulungsaufwand)
**Standardhardware sehr günstig
*Nachteile:
**Trend zu Parallelentwicklungen in einzelnen Abteilungen
**Häufig keine Dokumentation erstellt
**Häufig kein Backupkonzept
**kein 24h-Betrieb bzw. mitarbeiterabhängig
**keine Lösung für weltweit einheitliche Daten und Applikationen
**Problem: komplex, schwer adminstrierbar, manche BS sehr unvollkommen, vielfältige Eingriffsmöglichkeiten des Nutzers
== [[Client-Server-System|Client/Server]] ==
PC mit Zugriff auf [[Server]].
Prinzipiell muß zwischen [[Client]]- und Serverhardware kein technischer Unterschied bestehen, in der Regel wird jedoch performantere/zuverlässigere (und umfangreichere) Hardware im Server eingesetzt.
Die genaue Ausprägung hängt jedoch im Wesentlichen vom geplanten Einsatzzweck ab.
*Vorteil:
**Verteilung der [[Funktionalität]]: GUI auf Client, Daten und Applikation auf Server. Stellt einen Mix aus den beiden vorgenannten Formen und ist insbesondere für geografisch verteilte Nutzer und kleine Lokationen, wie z.B. Steueraufbereitung für Landesniederlassungen, sinnvoll.
**Zentralisierung gewisser Bereiche machbar (Verantwortung für Systembetrieb, Datenschutz usw), gleichzeitig aber dezentrale Flexibilität möglich.
*Nachteile:
**Ggf. hohe Komplexität der Applikationen (PC+Server), hoher Bandbreitenbedarf
**hohe Supportaufwände zentral+dezentral
*Technik:
**viel RAM
**sehr schnelle Platten (-subsysteme, SAN)
**LAN-/WAN-Anbindung breitbandig
**Alles redundant vorhanden: Netzteil, CPUs, Platten, hot swap-Möglichkeit
== Terminalserver ==
Verbindet Vorteile aus Host- und PC-Bereich:
*Vorteile:
**Zentrale [[Administration]]
**Nutzerrechte sehr weit einschränkbar
**Thin Clients möglich, damit sehr einfache dezentrale Wartung
*Nachteil:
**Zentrales System muß Leistungsreserven haben und ausfallarm sein.
*Technik:
** Die Datenübertragung erfolgt per [[Remote Desktop Protocol]]
== Zusammenfassung ==
Zwar haben in einigen Sonderfällen Hostsysteme durchaus noch ihre Berechtigung, die große Masse der IT-Systeme in den Unternehmen wird heute jedoch auf Basis von Client/Server-Systemen oder – mit zur Zeit wachsender Tendenz – Terminalserver-Konzepten realisiert. Neuere Entwicklungen im Host-Bereich versuchen, in bestimmten Fällen (z.B. besonders hohe Zuverlässigkeit, sehr hohe Performance-Anforderungen) Großrechner als Server-Ersatz zu positionieren. In diesen Fällen emuliert das Großrechner-Betriebssystem mit Hilfe einer Applikation eine Vielzahl „virtueller“ Server, die jeweils mit eigenem Betriebssystem und eigenen Applikationen scheinbar unabhängig laufen.
[[Kategorie:IT-Architektur|!]]
Diese Version des Artikels stammt vom 20.02.2006.
Der Inhalt dieser Seite basiert auf dem Artikel
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