Internetradio
Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite
MediaWiki 1.6alpha
first-letter
Media
Spezial
Diskussion
Benutzer
Benutzer Diskussion
Wikipedia
Wikipedia Diskussion
Bild
Bild Diskussion
MediaWiki
MediaWiki Diskussion
Vorlage
Vorlage Diskussion
Hilfe
Hilfe Diskussion
Kategorie
Kategorie Diskussion
Portal
Portal Diskussion
Internetradio
74068
14512569
2006-03-11T03:43:30Z
NiTenIchiRyu
28720
revert - gehört nicht unter siehe auch und bietet als Weblink keine weiterführenden Informationen im Sinne von [[WP:WEB]]
Als '''Internetradio''' (gelegentlich auch ungenau bezeichnet als '''Webradio''') bezeichnet man ein [[Internet]]-basiertes Angebot an [[Radiosendung]]en. Die Übertragung erfolgt i.d.R. als [[Streaming Audio]]; zur Nutzung sind entsprechende [[Streaming-Client]]s erforderlich.
== Erst- und Zweitverwerter ==
=== Native Internet-Sender ===
Als ''Internet-Broadcaster'' (englisch ''internet broadcaster'') bezeichnet man einen Internet-"Sender", der entweder nur im Internet sendet oder zumindest seine Erstverwertung im Internet durchführt und Teile des Programms dann später an andere Stationen verkauft ([[Syndication]]).
''Internet-Broadcasting'' (englisch ''internet broadcasting'') unterscheidet sich von konventionellen Sendern vor allem durch die im Vergleich zu herkömmlichen Stationen geringere Hörerzahl. Ein Beispiel sind ''Universitätssender'', die ihre Programme über das Internet bereitstellen. In diesen Fällen wird der Begriff ''Webradio'' auch synonym für den Anbieter oder das Programm verwendet.
Solche kleinen, manchmal auch nur von Privatpersonen betriebenen Webradios bewegen sich oft in einer rechtlichen Grauzone. Insbesondere verfügen sie häufig nicht über die notwendigen [[Recht]]e, um [[Urheberrecht|urheberrechtlich]] geschützte [[Musik]] zu senden (vergleiche [[Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte|GEMA]] und [[Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten]] (GVL)).
=== Reguläre Hörfunksender ===
Das ''Internetradio'' wird von zahlreichen [[Hörfunk]]-Sendern als alternative Übertragungstechnik für eine Zweitverwertung ihrer Programme genutzt. Der Empfang soll so auch Hörern ermöglicht werden, die das Programm weder [[Terrestrische Übertragung|terrestrisch]] noch über [[Satellit (Raumfahrt)|Satellit]] empfangen können.
Radio im Internet bieten beispielsweise die deutschen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten an, die Stammhörer außerhalb ihres Sendegebiets erreichen wollen, beispielsweise [[Auswanderer]] oder Studenten bei einem Ausland-Aufenthalt.
Die Übertragung von aktuellen Programmen wird häufig durch Archivierung und Bereitstellung früher gesendeter Beiträge ergänzt ([[Audio on Demand]] bzw. [[On-demand-Streaming]]).
Zahlreiche deutschsprachige [[Radiosender]] bieten zumindest Teile ihrer Programme via [[Live-Streaming]] über das Internet an.
== Technik ==
==== Streaming ====
Zur Verringerung der über das Internet zu übertragenden Datenmenge werden immer [[Verlustbehaftete_Datenkompression|verlustbehaftete Audiokompressionsverfahren]] wie [[MP3]], [[Vorbis|Ogg Vorbis]] oder [[Real Audio]] eingesetzt (vgl. [[Streaming-Format]]e); für die [[Encodierung]] stehen diverse hochspezialisierte [[Streaming-Codec]]s zur Verfügung. Die Hauptanforderung an solche speziellen Streaming-Codecs ist die möglichst starke Datenkompression während die Streaming-Datenformate auch Zusatzinformationen (z.B. [[Metadaten]], [[Werbung]], Steuerungsinformationen etc.) enthalten müssen.
Die Übertragung erfolgt mittels spezieller [[Streaming-Protokoll]]e ([[Live-Streaming]]) oder über die Dateiübertragungs-Protokolle [[HTTP]] und [[File Transfer Protocol|FTP]] ([[On-demand-Streaming]]). Die Hauptanforderung an spezielle Streaming-Protokolle ist eine hohe [[Fehlertoleranz]], so dass möglichst zumindest fünf Prozent an [[Paketverlust]]en ohne sicht- bzw. hörbare Qualitätseinbußen kompensiert werden können.
==== Distribution ====
Die Verteilung der Streams kann zentral oder dezentral per [[Peer-to-Peer|p2p]]-Technologie erfolgen. Während bei der zentralen Verteilung die technischen oder finanziellen Anforderungen hoch sind, bietet die p2p-Technik aufgrund des geringen Bandbreitenbedarfs beim Sender eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, Webradio zu produzieren. Nachteilig bei der p2p-Technik ist unter Umständen der unstete Datenfluss. Die bekanntesten Softwareproduzenten in diesem Bereich sind Peercast und Flatcast.
== Internetradio versus herkömmlicher Hörfunk ==
Internetradio unterscheidet sich vor allem durch folgende zentrale Aspekte vom traditionellen [[Hörfunk]]:
'''Distribution und Reichweite''':
: Im Gegensatz zum konventionellen Broadcasting limitiert das Internet die maximale Anzahl der gleichzeitig möglichen Rezipienten durch die verfügbare Bandbreite. Lösungsansätze sind [[Multicast]]-Streaming sowie die Nutzung spezieller [[Streaming-Dienstleistung]]en von Anbietern wie [[Akamai]]. Konventionelle Rundfunkangebote haben dagegen eine Distributionsform, die nur durch die physikalische Reichweite des Senders begrenzt ist.
'''Anzahl gleichzeitiger Sender''':
: Im konventionellen Rundfunk herrscht [[Frequenzknappheit]]; diese Einschränkung entfällt beim Internetradio, wo prinzipiell unbegrenzt viele Angebote parallel "gesendet" werden können.
'''Internet-spezifische Unterschiede''':
: Internetradio ist nicht begrenzt auf das Zweitverwerten oder Archivieren vorhandener Programme; es wurden zahlreiche neue Formate und Technologien entwickelt; siehe hierzu [[Webcasting]], [[Netcasting]], [[Narrowcasting]] und [[Broadcatch]].
'''Lizenzierung und Kosten''':
: zum Betrieb eines Internetradios sind im Gegensatz zum konventionellen Rundfunk keine Betriebs-Lizenzen notwendig. Allerdings fallen z.B. in Deutschland sehr hohe Kosten für [[GEMA]] und [[GVL]] an, wenn das Internetradio kommerzielle Musik spielt. Weitere Kosten fallen für den Traffic (das übertragene Datenvolumen) an.
== Geschichte und Entwicklung ==
Bereits [[1995]] veranstaltete das damals neu gegründete ''Info-Radio Berlin-Brandenburg'' von [[Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg|ORB]] und [[Sender Freies Berlin|SFB]] gemeinsam mit der [[Technische Universität Berlin|Technischen Universität Berlin]] den Streaming-Dienst ''Info-Radio on Demand''.
Ein ähnliches Projekt führte der [[Südwestfunk|SWF]] durch. Hier wurde ein Teil des SWF-Sendearchivs digitalisiert. Mitte 1995 lagen bereits über 190.000 Stunden Wort- und Musikbeiträge vor.
Die Medienöffentlichkeit wurde auf [[Streaming Media]] um [[1998]] aufmerksam, in der Blütezeit der [[New Economy]] also. Es setzte eine Art automatischen Zugzwangs ein, beispielsweise begannen zahlreiche [[Hörfunksender]], Teile ihrer Programme einfach deshalb zu streamen, weil es andere auch taten.
Ende [[2002]], also mitten in der Krise der kommerziellen Internet-Nutzung, startete [[America Online]] das exklusive Radioprogramm ''Broadband Radio@AOL'' für seine [[Breitband]]-Kunden; dabei setzte AOL nicht die Streamingtechnik des strategischen Partners [[Real Networks]] ein, sondern verwendete eine von [[Nullsoft]] programmierte Eigenentwicklung namens ''Ultravox''; Nullsoft war [[1999]] zusammen mit [[Spinner.com]] von [[AOL]] übernommen worden.
Im Jahr 2005 veröffentlicht die deutsche RapidSolution Software AG die erste deutschsprachige Software-Lösung, die sich der Nullsoft Shoutcast Datenbank bedient. Mit Version 1.4 streamt Radiotracker als erste Lösung seiner Art unter Ausnutzung der DSL-Bandbreite bis zu 99 Internetradiostationen bzw. Musikstücke gleichzeitig.
== Anbieter ==
Es wird geschätzt, dass alleine in Deutschland zwischen 2000 und 2500 Internetradio-Stationen existieren. Wie auch bei den terrestrischen Radiosendern werden viele Sparten und Musikarten bedient.
Siehe dazu den Artikel: [[Internetradioanbieter]] (enthält eine Liste mit deutsch- und englischsprachigen Internetradios).
==Siehe auch==
* [[Internet-PC]]
== Weblinks ==
* [http://www.golem.de/0412/35357.html "Neue Gebührenordnung. Aus für Webradios?"] (Golem.de)
* [http://www.ersterstock.de/selbstgemacht/index.html Anleitung Internetradiobetrieb am Beispiel Mac aus Mac Life 11/05]
* [http://www.surfmusik.de/webradio/deutschland.html Liste deutscher Webradiostationen]
* [http://www.ersterstock.de/dfa29b9720146960a/index.html RA Krasemann: Rechtliche Probleme beim Betrieb eines Internetradios]
* {{dmoz|World/Deutsch/Medien/Radio/Internet-Radio/|Internet-Radio}}
* [http://www.gresley.de/projekte/xradio/2g-radio.html Streaming-Radio-Client selber bauen]
[[Kategorie:Internetradio|!]]
[[bg:Интернет радио]]
[[ca:R dio per Internet]]
[[da:Internetradio]]
[[en:Internet radio]]
[[es:Radio por Internet]]
[[fi:Internet-radio]]
[[fr:Webradio]]
[[it:Radio on line]]
[[ja:インターネットラジオ]]
[[nl:Webradio]]
[[pl:Radio internetowe]]
[[ru:Web-радио]]
[[sv:Webbradio]]
Diese Version des Artikels stammt vom 11.03.2006.
Der Inhalt dieser Seite basiert auf dem Artikel
„Internetradio“ aus der freien Enzyklop�die
Wikipedia und ist unter der
GNU-Lizenz f�r freie Dokumentation ver�ffentlicht. Auf der Wikipedia-Seite ist eine
Liste der Autoren einzusehen.