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Katzen




Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite MediaWiki 1.6alpha first-letter Media Spezial Diskussion Benutzer Benutzer Diskussion Wikipedia Wikipedia Diskussion Bild Bild Diskussion MediaWiki MediaWiki Diskussion Vorlage Vorlage Diskussion Hilfe Hilfe Diskussion Kategorie Kategorie Diskussion Portal Portal Diskussion Katzen 18778 edit=autoconfirmed:move=autoconfirmed 14013611 2006-02-24T13:05:35Z Bradypus 30354 revert {{Dieser Artikel|behandelt das zoologische Taxon der Katzen; für die Hauskatze siehe den Artikel [[Hauskatze]]n.}} {| class="taxobox" ! Katzen |- | class="taxo-bild" | [[bild:Panthera tigris tigris.jpg|thumb|260px|none|[[Königstiger]] ''(Panthera tigris tigris)'']] |- ! {{Taxonomy}} |- | {| |- | ''{{Superclassis}}:'' || [[Kiefermäuler]] (Gnathostomata) |- | ''{{Classis}}:'' || [[Säugetiere]] (Mammalia) |- | ''{{Subclassis}}:'' || [[Höhere Säugetiere]] (Eutheria) |- | ''{{Ordo}}:'' || [[Raubtiere]] (Carnivora) |- | ''{{Superfamilia}}:'' || [[Katzenartige]] (Feloidea) |- | ''{{Familia}}:'' || Katzen |} |- ! [[Nomenklatur (Biologie)|Wissenschaftlicher Name]] |- | class="taxo-name" | Felidae |- | class="Person" | [[Johann Fischer von Waldheim|Fischer]] 1817 |} Die '''Katzen''' (Felidae) sind eine Familie aus der Ordnung der [[Raubtiere]] (Carnivora) innerhalb der Überfamilie der [[Katzenartige]]n (Feloidea). Im [[Habitus (Biologie)|Erscheinungsbild]] und im [[Verhalten (Biologie)|Verhalten]] ähneln die meisten Katzen der weit verbreiteten [[Hauskatze]]: Sie haben geschmeidige Körper, ein weiches Fell, kurze Gesichter und relativ kleine Schädel. Die Ohren stehen aufrecht, sind spitz bis rundlich und können in verschiedene Richtungen gedreht werden. Wie bei allen Raubtieren sind die Augen - zum räumlichen Sehen - nach vorne gerichtet. Das Größenspektrum der Katzen variiert erheblich, von 30 cm Körperlänge bis 200 cm. == Körperbau == === Augen === Die Augen der Katzen sind im Verhältnis zum Schädel relativ groß. Die Pupillen der Katzenaugen sind in ihrer Öffnungsgröße stark veränderbar, bei hellem Umgebungslicht sind die Pupillen bei Kleinkatzen senkrecht schlitzförmig oder bei anderen Katzenarten klein und rund, bei Dunkelheit sind diese extrem weit geöffnet. Katzen verfügen über eine reflektierende Schicht ([[Tapetum lucidum]]) hinter der [[Netzhaut]] im Auge, die jene Lichtanteile, die die Netzhaut durchdrungen haben, zurückspiegelt, so dass diese noch ein zweites Mal auf die Netzhaut treffen. Diese Schicht bewirkt neben einer verbesserten Dämmerungssicht auch eine Reflexion des auffallenden Lichts auf die Augen in der Dunkelheit (vergleiche auch [[Katzenauge]] als ugs. Bezeichnung für Reflektoren). Das Stäbchen/Zapfenverhältnis der Netzhautrezeptoren liegt bei etwa 63:1 (vergleiche beim Mensch: 20:1), variiert jedoch sehr stark zwischen Zentrum der Netzhaut (10:1) und Peripherie (200:1). Katzen sehen daher auch bei wenig vorhandenem Umgebungslicht (Dämmerung, Nacht) noch sehr gut. Farben werden von Katzen jedoch nur eingeschränkt wahrgenommen, völlig [[farbenblind]] sind sie jedoch nicht. Da die Katze ihre Augen kaum nach links oder rechts bewegen kann, muss sie, um in eine andere Richtung sehen zu können, ihren Kopf bewegen. Durch die nach vorne gerichteten Augen ergibt sich eine starke Überschneidung der Sehachsen, was ein besseres räumliches Sehvermögen bedeutet. Der Sichtwinkel der Katze beträgt 200 - 220°. An der Größe der Pupillen lässt sich die Stimmung der Katze ablesen: Sind die Pupillen weit geöffnet, so spricht dies für eine Abwehrhaltung. Sind die Pupillen stark verkleinert, so hat das Tier eine aggressive Stimmung. === Tasthaare === Die Tasthaare (zool. [[Vibrissen]]) kennzeichnen die Katze als vorwiegend nachtaktives Tier. Katzen verfügen über Tasthaare insbesondere an der Schnauze, jedoch auch über den Augen und am Unterarm. Die Vibrissen werden durch Luftbewegungen in Vibrationen versetzt, die über Sinneszellen an den Tasthaarwurzeln in ein räumliches Bild der Umgebung umgesetzt werden - Katzen "sehen" dadurch zumindest grobe räumliche Strukturen ihrer direkten Umgebung auch in völliger Dunkelheit. Die Vibrissen sind bereits bei Neugeborenen vollständig ausgebildet, was die Wichtigkeit des Tastsinnes deutlich macht. === Ohren === Katzen verfügen über ein ausgezeichnetes Gehör. Der Frequenzbereich geht hierbei bis etwa 65.000 Hz, was den des Menschen um mehr als das Dreifache übersteigt. Die Ohren einer Katze lassen sich unabhängig voneinander in einem weiten Radius drehen, wodurch es ihr möglich ist, Beutetiere gut hörmäßig in der Richtung zu lokalisieren und selbst bei Dunkelheit durch einen gezielten Sprung zu "erwischen". Die Ohrmuscheln der Katze ist mit Ohrhaaren besetzt um das Eindringen von Fremdkörpern zu verhindern. Die Stimmung der Katze lässt sich auch an den Ohren ablesen: Angelegte Ohren bedeuten zum Beispiel Verteidigungsbereitschaft. === Zunge – Geschmackssinn === Die Geschmackserkennung muss bei Katzen präzise und schnell erfolgen, da diese ihre Nahrung nicht kauen. Die Geschmackserkennung ist nötig, um verdorbene oder ungenießbare Nahrung zu erkennen. Die Zunge ist rau, da diese mit [[Geschmackszelle|Papillen]] besetzt ist. Die zentralen Papillen sind mit Dornen besetzt die zum Körper hin zeigen. Diese Dornen dienen zum Kämmen des Felles oder zum Abschaben des Fleisches von Knochen. Die vorderen Papillen dienen der eigentlichen Geschmackswahrnehmung. Dies betrifft vor allem sauer, salzig und bitter. Die Zunge wird auch als „Schöpfkelle“ beim Trinken verwendet. === Gebiss === [[Bild:Skull.jpg|thumb|right|300px|Gebiss einer Katze]] [[Bild:Krallen.jpg|thumb|right|300px|Krallen der Katze]] [[Oberkiefer|Ober-]] und [[Unterkiefer]] sind mit einem [[Scharniergelenk]] verbunden. Das Gebiss besitzt 30 ([[Zahnformel#Zahnformel_Katze|Zahnformel]]: OK: 3-1-3-1; UK: 3-1-2-1) Zähne und ein [[Diastema]]. Die Diastema ermöglichen es, dass die [[Eckzahn|Eckzähne]] (Canini) beim Schließen des Maules aneinander vorbeigleiten können. Die Eck- oder Fangzähne dienen zum Packen und Festhalten der Beute. Die Reißzähne dienen zum Abbeißen von Fleischstücken, die ohne weitere Zerkleinerung geschluckt werden. Die Reißzähne werden durch den vergrößerten letzten Vorbackenzahn ([[Prämolar]]) und dem ersten Backenzahn ([[Molar (Zahn)|Molar]]) gebildet. Sie besitzen zackige Spitzen, die beim Beißen aneinander vorbeigleiten. === Krallen === Katzen sind Zehen- sowie Kreuzgänger und haben an den Vorderpfoten fünf und an den Hinterpfoten vier Zehen. Mit Ausnahme der [[Gepard]]en, [[Flachkopfkatze]] und [[Fischkatze]] besitzen alle Katzen herausfahrbare [[Kralle]]n. Diese werden nur bei Gebrauch durch Anspannen bestimmter Muskeln herausgefahren, damit sie sich beim Laufen nicht abnutzen, sondern scharf bleiben. Bei Nichtgebrauch bleiben sie in Hautscheiden. Das unwillkürliche Herausfahren der Krallen wird durch Sehnen im Zeheninneren verhindert. Zusammen mit den eingezogenen Krallen und den stark gepolsterten Zehen können Katzen sich gut an die Beute heranschleichen. Der Tastsinn an den Pfoten ist sehr stark ausgeprägt, ein Grund aus dem Katzen Gegenstände auch mit den Pfoten untersuchen. === Schwanz === Alle Katzen besitzen einen Schwanz, der beim Halten des Gleichgewichts behilflich ist und auch zur innerartlichen [[Kommunikation]] benötigt wird. Bei einigen Katzenarten wie z.B. dem Luchs ist der Schwanz allerdings stark verkürzt. == Verbreitung == Katzen sind auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis verbreitet, in Australien und Ozeanien jedoch lediglich durch Siedler eingeführt worden. Nördlich des 70. [[Breitengrad]]es kommen keine Katzen vor. == Sozialverhalten == Die meisten Katzenarten sind Einzelgänger. Männliche und weibliche Tiere kommen lediglich zur Paarung zusammen und trennen sich anschließend wieder. Ausnahmen bilden hier allerdings insbesondere die [[Löwe]]n, die in größeren Rudeln leben, sowie kleinere Gruppen zusammenlebender Männchen bei den [[Gepard]]en. == Ernährung == Katzen ernähren sich fast ausschließlich von Fleisch, während viele andere Raubtiere Allesfresser sind. Katzen sind hochspezialisierte Raubtiere, zumeist Ansitzjäger, die ihrer Beute auflauern. Lediglich der Gepard ist in der Lage, die Beute auch über längere Strecken zu verfolgen. In freier Natur bevorzugen die meisten Katzen lebend gefangene Beute und fressen nur in Ausnahmefällen Aas. == Evolution == Die Katzen stammen nach heute gängiger Meinung von den Vorfahren der [[Schleichkatzen]] oder verwandten Formen ab. Das Auftreten der ersten Vorfahren der Katze, der Felidae oder Neofeliden, wird im [[Eozän]] vor etwa 50-60 Millionen Jahren angesiedelt. Sie gehörten beispielsweise den Gattungen ''Aelurogale'' und ''Eofelis'' an. In den folgenden Jahrmillionen waren Katzen nie sonderlich häufig und sind nur durch spärliche Fossilien vertreten. Die Katzen stammen wie auch andere Landraubtiere von den ''Miacidae'' ab, deren bekannntester Vertreter, die ''Miacis'', zu dieser Zeit lebte. Aus den Miacidae, die im untersten [[Tertiär (Geologie)|Tertiär]] entstanden, gingen unter anderem die ''Felidae'' hervor. Diese Tiere waren Fleischfresser von der Größe eines [[Wiesel]]s und besaßen ein perfekt an die Jagd angepasstes Gebiss und einziehbare Krallen. [[Bild:Wildkatze 002.jpg|thumb|220px|right|Europäische Wildkatze (Felis silvestris silvestris)]] Die ältesten [[Paläontologie|paläontologischen]] Funde sind etwa 34 Millionen Jahre alt und stammen aus dem [[Oligozän]], als der erste bekannte Vertreter der Felidae, der ''Proailurus'', erschien. Er war etwa so groß wie eine Hauskatze und jagte in den [[Tropen|tropischen]] Wäldern. Eine andere Art, die mit dem Namen ''Dinctis'' bezeichnet wurde, lebte vor etwa 30 Millionen Jahren. Dieses Tier war kleiner als ein [[Panther]] und mit mächtigen Reißzähnen ausgestattet. Vor etwa 24 Millionen Jahren steht der ''Pseudaelurus'' an der Spitze der Evolutionslinien katzenartiger Raubtiere, deren bekannteste Vertreter die ''Machairodontidae'' oder Säbelzahnkatzen sind, die säbelartig gekrümmte Eckzähne besaßen. Vor etwa 13.000 Jahren starben die letzten Vertreter dieser Gattung, das ''Homotherium'' mit türkensäbelartigen Eckzähnen und der große und mächtige ''Smilodon'', der [[Säbelzahntiger]], aus. Aus dem zweiten Evolutionsarm entwickelte sich vor etwa fünf Millionen Jahren die Gruppe der ''Panthera''. Vor etwa drei Millionen Jahren im unteren [[Pliozän]] spaltete sich die Linie der [[Luchs]]e ab und bildete eine einheitliche Gruppe. Im Laufe des [[Quartär (Geologie)|Quartärs]] in den letzten 100.000 Jahren haben sich die modernen Arten der Pantherinen entwickelt. Die ersten Vorfahren der Kleinkatze der [[Alte Welt|Alten Welt]], zu denen auch die [[Wildkatze]] (''Felis silvestris'') gehört, erschienen vor etwa neun Millionen Jahren. Die Wildkatze ist [[Asien|asiatischen]] Ursprungs und tritt erstmals im unteren [[Pleistozän]] mit der Spezies ''Felis lunensis'' in Erscheinung. Anschließend breiten sich verschiedene Unterarten in der gesamten Alten Welt aus. == Bedeutung, Geschichte, Kultur == Fast alle Katzenarten sind in ihrem Bestand gefährdet. Neben dem Verlust an Lebensraum spielt die Bejagung (Fellhandel, [[Traditionelle Chinesische Medizin]] sowie Konflikt mit der[[ Nutztier]]haltung) eine Rolle. Die [[Hauskatze]] lebt seit mehreren tausend Jahren in der Gesellschaft des Menschen. Sie hat dort von der [[Mythologie]] über zahlreiche [[Redensart]]en bis hin zur [[Belletristik]] und den [[Bildende Kunst|Bildenden Künsten]] eine Spur gezogen. == Systematik der Katzen == Die Familie wird traditionell in Klein- und Großkatzen unterteilt, doch gibt es unterschiedliche Ansichten über eine sinnvolle Einteilung der Katzen. Vorgestellt werden hier die traditionelle und eine modernere, auf molekulargenetischen Untersuchungen beruhende Systematik. === Traditionelle Systematik === Die rezenten Katzen lassen sich in '''Kleinkatzen''' (Felinae) und '''Großkatzen''' (Pantherinae) sowie die abseits stehenden '''Geparde''' (Acinonychinae) unterteilen. Dabei sind "Kleinkatzen" und "Großkatzen" alte Bezeichnungen, die angesichts mancher Zuordnungen ([[Puma]] zu den Klein-, [[Marmorkatze]] zu den Großkatzen) unsinnig sind. Die unten gezeigte Systematik beruht auf Collier und O'Brien (''A molecular phylogeny of the Felidae: immunological distance'', 1985) und ist derzeit am verbreitetsten. In älteren Systematiken war es manchmal üblich, alle Katzen außer der Gattung ''Panthera'' der Gattung ''Felis'' zuzuordnen; manchmal stößt man heute noch auf diese Unterteilung, die jedoch kaum die Verwandtschaftsverhältnisse unterhalb der Familienebene wiedergibt. * Unterfamilie Felinae ** Gattung ''Caracal'' *** [[Karakal]] (''Caracal caracal''; von Schreber, 1776) ** Gattung ''Catopuma'' *** [[Borneo-Goldkatze]] (''Catopuma badia''; Gray, 1874) *** [[Asiatische Goldkatze]] (''Catopuma temmincki''; [[Nicholas Aylward Vigors|Vigors]] & Horsfield, 1827) ** Gattung ''[[Felis]]'' *** [[Graukatze]] (''Felis bieti''; Milne-Edwards, 1892) *** [[Rohrkatze]] (''Felis chaus''; von Schreber, 1777) *** [[Sandkatze]] (''Felis margarita''; Loche, 1858) *** [[Schwarzfußkatze]] (''Felis nigripes''; Burchell, 1824) *** [[Wildkatze]] (''Felis silvestris''; von Schreber, 1775), incl. [[Hauskatze]] ** Gattung ''Leptailurus'' *** [[Serval]] (''Leptailurus serval''; von Schreber, 1776) ** Gattung [[Luchse]] (''Lynx'') *** [[Kanadischer Luchs]] (''Lynx canadensis''; Kerr, 1792) *** [[Eurasischer Luchs|Europäischer Luchs]] (''Lynx lynx''; Linnaeus, 1758) *** [[Pardelluchs]] (''Lynx pardinus''; Temminck, 1827) *** [[Rotluchs]] (''Lynx rufus''; von Schreber, 1777) ** Gattung ''Otocolobus'' *** [[Manul]] (''Otocolobus manul''; Pallas, 1776) ** Gattung ''Prionailurus'' *** [[Bengalkatze]] (''Prionailurus bengalensis''; Kerr, 1792) *** [[Flachkopfkatze]] (''Prionailurus planiceps''; [[Nicholas Aylward Vigors|Vigors]] & Horsfield, 1827) *** [[Rostkatze]] (''Prionailurus rubiginosus''; Geoffroy Saint-Hilaire, 1831) *** [[Fischkatze]] (''Prionailurus viverrinus''; Bennett, 1833) ** Gattung ''Profelis'' *** [[Afrikanische Goldkatze]] (''Profelis aurata''; Temminck, 1827) ** Gattung ''Herpailurus'' *** [[Jaguarundi]] (''Herpailurus yaguarondi''; Lacépède, 1809) ** Gattung ''Leopardus'' *** [[Ozelot]] (''Leopardus pardalis''; Linnaeus, 1758) *** [[Tigerkatze]] (''Leopardus tigrinus''; von Schreber, 1775) *** [[Langschwanzkatze]] (''Leopardus wiedii''; Schinz, 1821) ** Gattung ''Oncifelis'' *** [[Pampaskatze]] (''Oncifelis colocolo''; Molina, 1782) *** [[Kleinfleckkatze]] (''Oncifelis geoffroyi''; Molina, 1782) *** [[Chilenische Waldkatze]] (''Oncifelis guigna''; Molina, 1782) ** Gattung ''Oreailurus'' *** [[Andenkatze]] (''Oreailurus jacobita''; Cornalia, 1865) ** Gattung ''Puma'' *** [[Puma]] (''Puma concolor''; Linnaeus, 1771) * Unterfamilie Pantherinae ** Gattung ''Neofelis'' *** [[Nebelparder]] (''Neofelis nebulosa''; Griffith, 1821) ** Gattung ''Panthera'' *** [[Löwe]] (''Panthera leo''; Linnaeus, 1758) *** [[Jaguare|Jaguar]] (''Panthera onca''; Linnaeus, 1758) *** [[Leopard]] (''Panthera pardus''; Linnaeus, 1758) *** [[Tiger]] (''Panthera tigris''; Linnaeus, 1758) ** Gattung ''Pardofelis'' *** [[Marmorkatze]] (''Pardofelis marmorata''; Martin, 1837) ** Gattung ''Uncia'' *** [[Schneeleopard]] (''Uncia uncia''; von Schreber, 1775) * Unterfamilie Acinonychinae ** Gattung ''Acinonyx'' *** [[Gepard]] (''Acinonyx jubatus''; von Schreber, 1775) Großkatzen können im Gegensatz zu den Kleinkatzen Brülllaute von sich geben. [[Schnurren]] können alle Katzen, die Großkatzen jedoch nur beim Ausatmen, die Kleinkatzen sowohl beim Ein- wie beim Ausatmen. === Moderne Systematiken === Das Klassifikationsschema von Wozencraft (1993) behielt im wesentlichen die Einteilung in Unterfamilien bei, löste aber die Acinonychinae auf. Die Felinae wurden in die drei Abstammungslinien der Wildkatzen-Gruppe, der Ozelot-Gruppe und der Großkatzen-Gruppe aufgebrochen, wobei letztere eine Überleitung zu den Pantherinae sein sollte. Der Gepard wurde erstmals als Verwandter des Pumas angesehen und mit diesem zusammen in einer Übergattung gruppiert. Der Molekularbiologe Stephen J. O'Brien, spezialisiert auf die Erforschung der Stammesgeschichte der Katzen, hat 1996 (in "Wild Cats: Status Survey and Conservation Action Plan", Kristin Nowell & Peter Jackson (Hg.), IUCN, Cambridge 1996) seine Studien publiziert. Sein Stammbaum basiert auf seiner Untersuchung von Zellproben sämtlicher Katzenarten mittels fünf verschiedenen molekularbiologischen Methoden. Hier eine Zusammenfassung: # Wildkatzen-Gruppe ([[Graukatze]], [[Manul]], [[Rohrkatze]], [[Sandkatze]], [[Schwarzfußkatze]], [[Wildkatze]]) # Großkatzen-Gruppe ## [[Gepard]] und [[Puma]] ## Goldkatzen ([[Afrikanische Goldkatze]], [[Asiatische Goldkatze]], [[Borneo-Goldkatze]]) ## Bengalkatzen ([[Bengalkatze]], [[Fischkatze]], [[Flachkopfkatze]], [[Karakal]], [[Rostkatze]], [[Serval]]) ## [[Wieselkatze]] ## [[Luchse]] und [[Marmorkatze]] ## Eigentliche Großkatzen ([[Jaguar (Katze)|Jaguar]], [[Leopard]], [[Löwe]], [[Nebelparder]], [[Schneeleopard]], [[Tiger]]) # Ozelot-Gruppe ([[Bergkatze]], [[Chilenische Waldkatze]], [[Kleinfleckkatze]], [[Langschwanzkatze]], [[Ozelot]], [[Pampaskatze]], [[Tigerkatze]]) Die "New Encyclopedia of Mammals" (Oxford, 2001) stellt ein noch neueres Klassifikationsschema vor, das auf umfangreichen DNA-Analysen beruht. Hiernach sind die Katzen in drei Unterfamilien zu teilen. Die Ozelot-Gruppe umfasst demnach wie bei Wozencraft die Gattungen ''Leopardus'', ''Oncifelis'' und ''Oreailurus''. Die Felinae besteht nur noch aus den Gattungen ''Felis'' und ''Otocolobus'', und der gesamte Rest der Katzen wird den Pantherinae zugeschlagen. In diesen werden sechs monophyletische Untergruppen gesehen: # Asiatische Goldkatze und Borneo-Goldkatze # Bengalkatze, Fischkatze und Flachkopfkatze # Großkatzen: Gattungen ''[[Panthera]]'' und ''Uncia'' # Karakal-Gruppe: Afrikanische Goldkatze und Karakal # Luchs-Gruppe: Luchse und Marmorkatze # Puma-Gruppe: Gepard, Jaguarundi und Puma [[Nebelparder]], [[Serval]] und [[Rostkatze]] gehören auch zu den Pantherinae, ihre weitere Zugehörigkeit ist aber unklar, und sie lassen sich vorerst keiner der sechs Linien zuordnen. Nach Johnson & al. 2006 sind die heutigen Katzenarten auf einen asiatischen Vorfahren im späten [[Miozän]] vor ca. 11 Mill. Jahren zurückführen. Innerhalb der phylogenetischen Entwicklung lassen sich acht Hauptlinien unterscheiden. Darüber hinaus sind für diesen Zeitraum mindestens 10 kontinentüberschreitende Migrationsschübe nachweisbar, ermöglicht durch episodisch auftretende Landbrücken. Keine der modernen Systematiken ist bisher so etabliert, dass sie die traditionelle Systematik wirklich abgelöst hätte. Vorerst sind diese Ergebnisse daher mit Vorsicht zu genießen. == Literatur == * W.E. Johnson et al., 2006 “The Late Miocene radiation of Modern Felidae: A genetic assessment.” -- Science, Bd. 311, S. 73-77, Jan. 2006 == Weblinks == {{Commons|Category:Felidae|{{PAGENAME}}}} * [http://www.big-cats.de/ Big-Cats] * [http://www.welt-der-katzen.de Welt der Katzen] [[Kategorie:Katzen| ]] [[bg:Коткови]] [[ca:Felí]] [[cs:Kočkovití]] [[da:Kattefamilien]] [[en:Felidae]] [[eo:Felisedoj]] [[es:Felino]] [[et:Kaslased]] [[fi:Kissaeläimet]] [[fr:Felidae]] [[gl:Felino]] [[he:חתוליים]] [[id:Felidae]] [[it:Felidae]] [[ja:ネコ科]] [[jv:Felidae]] [[ko: 양잇과]] [[la:Felidae]] [[lb:Kazen]] [[li:Katte]] [[lt:Katiniai]] [[nl:Katachtigen]] [[nn:Kattedyr]] [[no:Kattefamilien]] [[oc:Felidae]] [[pl:Kotowate]] [[pt:Felino]] [[ru:Кошачьи]] [[sk:Mačkovité]] [[sv:Kattdjur]] [[vi:Họ Mèo]] [[wa:Tchetidî]] [[zh:猫科]]



Diese Version des Artikels stammt vom 25.02.2006.



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