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Koalitionskriege




Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite MediaWiki 1.6alpha first-letter Media Spezial Diskussion Benutzer Benutzer Diskussion Wikipedia Wikipedia Diskussion Bild Bild Diskussion MediaWiki MediaWiki Diskussion Vorlage Vorlage Diskussion Hilfe Hilfe Diskussion Kategorie Kategorie Diskussion Portal Portal Diskussion Koalitionskriege 69215 15335411 2006-04-04T07:31:03Z Peter200 14926 Wikilink korrigiert Die '''Koalitionskriege''' (abgesehen vom ersten auch '''napoleonische Kriege''' genannt) dauerten von [[1792]] bis [[1815]]. Sie standen in der Kontinuität der Konflikte, die durch die [[Französische Revolution|französische Revolution]] hervorgerufen wurden. Sie folgten auf die Zeit der [[Kabinettskrieg]]e. ==Übersicht== In wechselnden Koalitionen europäischer Mächte wurden insgesamt vier Kriege gegen die [[Frankreich|französische Republik]] beziehungsweise [[Napoléon Bonaparte|Napoleon Bonaparte]] geführt. Sie lassen sich in folgende Phasen einteilen: *die '''Revolutionskriege''' (1792-1802) - 1. und 2. Koalition *die '''Napoleonischen Kriege''' (1804-1812) - 3. bis 5. Koalition *den Russlandfeldzug (1812) und die '''[[Befreiungskriege]]''' (1813-1814) - 6. Koalition *den Feldzug nach Napoleons Rückkehr aus der Verbannung (1815) {{Zeitleiste Koalitionskriege}} == Die erste Koalition == Die erste Koalition ([[1792]]-[[1797]]) aus [[Österreich]], [[Preußen]], [[Großbritannien und Nordirland|Großbritannien]], [[Spanien]] und [[Piemont]] gegen [[Frankreich]] war der erste Versuch, [[republik]]anische Entwicklungen aufzuhalten. Diese erste Koalition wurde durch die französischen Bemühungen der ''[[Levée en masse]]'' - der Mobilisierung der Massen - besiegt. Der [[Frieden von Campo Formio]] vom 17. Oktober 1797 zwischen Österreich und Frankreich beendete den 1. Koalitionskrieg. Österreich wurde gezwungen, Verzicht auf große Teile Oberitaliens zu leisten, diese wurden zur [[Cisalpinische Republik|Cisalpinischen Republik]]. Weiter wurde Österreich das Versprechen abgenommen, beim [[Rastatter Kongress]] für die Abtretung sämtlicher linksrheinischer Gebiete des Deutschen Reichs an Frankreich zu stimmen. In einem Geheimartikel trat Österreich darüber hinaus sämtliche vorderösterreichischen Besitzungen südlich des Rheins im heutigen Kanton Aargau, darunter das [[Fricktal]], an Frankreich ab. == Die zweite Koalition == Die zweite Koalition ([[1798]]-[[1801]]) aus [[Russland]], [[Großbritannien und Nordirland|Großbritannien]], [[Österreich]], dem [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]], [[Portugal]], [[Neapel]] und dem [[Kirchenstaat]] gegen Frankreich scheiterte ebenso. [[Napoléon Bonaparte|Napoleon Bonaparte]] beherrschte Frankreich seit [[1799]]. Es gelang ihm jedoch nicht, Großbritannien direkt anzugreifen oder zu verheeren. Er versuchte daher, eine doppelte Bedrohung gegenüber dem Vereinigten Königreich aufzubauen: [[Die Ägyptische Expedition Napoleons|er marschierte im Sommer 1798 in Ägypten ein]] und schickte ein Expeditionsheer nach Irland. Die französische Flotte wurde jedoch durch [[Horatio Nelson]] am [[1. August]] in der [[Schlacht bei Abukir|Schlacht auf dem Nil bei Abukir]] geschlagen, und auch in Irland herrschte recht bald wieder Ruhe. Napoleon war gezwungen in Ägypten zu verharren und sich letztlich von dort zurückzuziehen, sodass die Koalition mit Ausnahme Preußens Vorteile aus der Situation zog. Mehrere Schlachten in der Schweiz und in Italien wurden gewonnen, jedoch zog sich Russland bald darauf aus der Koalition zurück; die britischen Handlungsmöglichkeiten waren aufgebraucht, die Österreicher standen dem zurückgekehrten Napoleon bei der [[Schlacht von Marengo]] am [[14. Juni]] [[1800]] und bei der [[Schlacht von Hohenlinden]] am [[3. Dezember]] allein gegenüber und unterlagen folglich empfindlich; am 9. Februar 1801 wurde der [[Friede von Lunéville]] zwischen Österreich und Frankreich geschlossen. Der Vertrag von [[Amiens]] ([[1802]]) brachte einen vorläufigen Frieden zwischen den Briten und Franzosen, zugleich bedeutete dies das Ende der zweiten Koalition. Neue Feindseligkeiten brachen am [[18. Mai]] [[1803]] aus. Statt die Wiederherstellung der französischen Monarchie herbeizuführen, stand nun der Kampf gegen Napoleon im Vordergrund. Bonaparte verkündete das Kaiserreich Frankreich am [[28. Mai]] und krönte sich am [[2. Dezember]] [[1804]] in [[Notre-Dame de Paris]] selbst zum Kaiser. == Die dritte Koalition == Die dritte Koalition gegen [[Frankreich]] (aus [[Österreich]], [[Großbritannien und Nordirland|Großbritannien]], [[Russland]] und [[Schweden]]) bestand ab [[1805]]. Auf französischer Seite wurde der Plan entwickelt, in England einzumarschieren. Invasionstruppen von 150.000 Mann wurden bei Boulogne versammelt. [[Pierre de Villeneuve]] führte die vereinigte französisch-spanische Flotte nach [[Cádiz]] und verließ den Ort mit seiner Flotte dann Richtung Neapel am [[19. Oktober]]. Bei der [[Schlacht von Trafalgar]] am [[21. Oktober]] wurde er von [[Horatio Nelson]] vernichtend geschlagen und gefangen genommen. Großbritannien sicherte sich damit die nahezu uneingeschränkte Seeherrschaft, die es bis zum Ende der Koalitionskriege auch nicht mehr verlieren sollte. Im April [[1805]] hatten Großbritannien und Russland einen Vertrag unterzeichnet, um Holland und die Schweiz zu befreien. Österreich trat der Allianz bei, nachdem [[Genua]] annektiert wurde und Napoleon zum König Italiens ausgerufen wurde. Die französische Armee zog im späten August von Boulogne nach Deutschland. Bei den Schlachten um [[Ulm]] ([[25. September]] - [[20. Oktober]]) besiegten die Franzosen 70.000 Österreicher unter [[Karl Mack von Leiberich]]. Die [[Schlacht von Austerlitz]] (die sog. ''Dreikaiserschlacht'') am [[2. Dezember]] brachte erneut eine schwere Niederlage für die vereinigte russische und österreichische Armee. Es wurde ihnen der [[Friede von Pressburg|Pressburger Frieden]] auferlegt. == Die vierte Koalition == Die vierte Koalition ([[1806]]-[[1807]]) aus [[Preußen]], [[Freistaat Sachsen|Sachsen]] (Obersachsen) und [[Russland]] gegen [[Frankreich]] bestand von [[1806]] bis [[1807]]. Das [[Partikularismus|partikularistische]] Deutschland, der [[Rheinbund]] und die [[Hansestadt|Hansestädte]] verhielten sich neutral. [[Preußen]] erklärte allein den Krieg. Dieser führte in der [[Schlacht bei Jena und Auerstedt]] am [[14. Oktober]] [[1806]] zu einer schweren Niederlage. Am [[27. Oktober]] hielt Napoleon Einzug in [[Berlin]]. Bei der [[Schlacht bei Preußisch Eylau]] ([[7. Februar|7.]] - [[8. Februar]] 1807) musste sich Napoleon noch den Russen geschlagen geben, das Kriegsglück wendete sich jedoch zu seinen Gunsten bei der Schlacht von [[Prawdinsk|Friedland]] am [[14. Juni]]. Der russische Zar [[Alexander I. (Russland)|Alexander I.]] und Napoleon schlossen in [[Frieden von Tilsit|Tilsit]] am [[7. Juli]] [[1807]] Frieden. Der [[Erfurter Kongress]] [[1808]] führt zu der Einigung zwischen Napoleon und Zar Alexander I. dahingehend, dass Russland Druck auf Schweden ausübt, um sich den kontinentalen Ländern anzuschließen. Dies führte zum [[Finnischer Krieg|finnischen Krieg]] und der Teilung Schwedens am Bottnischen Meerbusen. Der östliche Teil wurde das russische [[Großfürstentum Finnland]]. == Die fünfte Koalition == Die fünfte Koalition gegen Frankreich wurde [[1809]] zwischen Großbritannien und Österreich geschlossen. Den Briten gelangen nur kleinere Siege, insbesondere in den französischen Kolonien. Eine Seeschlacht bei [[Kopenhagen]] am [[2. September]] [[1807]] wurde gewonnen. Die [[Walcheren-Expedition]] [[1809]] scheiterte. Der Kampf mit Frankreich wurde fortan als Wirtschaftsblockade betrieben. Die Seewege zum Kontinent wurden abgeschnitten. Während [[Napoléon Bonaparte|Napoleon]] in [[Spanien]] kämpfte, traf [[Österreich]] [[1809]] Vorbereitungen die Franzosen in [[Bayern]] anzugreifen. Im April 1809 marschierte die österreichische [[Armee]] unter [[Erzherzog Karl von Österreich]] in Bayern ein. Das I. [[Korps]] (Feldmarschall [[Heinrich von Bellegarde|Graf Bellegarde]]) und II. Korps (Generalfeldzeugmeister [[Vinzenz Maria von Kolowrat--Liebsteinsky|Graf von Kolowrat]]) der österreichischen Armee rückten nördlich der [[Donau]] gegen [[Regensburg]] vor. Der Hauptteil der österreichischen Armee, die Korps III ([[Feldmarschallleutnant]] [[Friedrich Franz Xaver Prinz von und zu Hohenzollern-Hechingen|Prinz Hohenzollern-Hechingen]]), IV ([[Marschall|Feldmarschall]] [[Franz Seraphicus von Orsini-Rosenberg|Orsini-Rosenberg]]), V (Feldmarschall-Leutnant [[Erzherzog Ludwig]]), VI (Feldmarschall-Leutnant [[Johann von Hiller|Freiherr von Hiller]]) und die Reservekorps I (Feldmarschall [[Johann I. Josef (Liechtenstein)|Fürst von Liechtenstein]]) und II (Feldmarschall-Leutnant [[Michael von Kienmayer|Freiherr von Kienmayer]]) überschritten am [[10. April]] 1809 den [[Inn]] und rückten weiter an die [[Isar]] vor. Erzherzog Karl wollte das isolierte, französische 3. Korps unter [[Marschall von Frankreich|Marschall]] [[Davout]] südlich von Regensburg vernichten, bevor sich dieser mit dem Rest der napoleonischen "[[Rheinbund]]armee" bei [[Donauwörth]] vereinigen konnte. Bei Donauwörth stand das 8. (württembergische) Korps unter [[Dominique Joseph René Van Damme|Vandamme]], bei Augsburg standen die französischen Korps von Marschall [[André Masséna|Masséna]] (4.) und Marschall [[Oudinot]] (2.) und das bayerische 7. Korps unter Marschall [[François-Joseph Lefebvre|Lefebvre]] stand zwischen Donau und Isar. Napoleon war aus Spanien, über [[Paris]] nach Bayern geeilt und traf am [[16. April]] 1809 in Donauwörth ein. Den Oberbefehl in Spanien erhielt [[Marschall von Frankreich|Marschall]] [[Soult]]. Napoleon löste seinen [[Generalstab|Stabschef]] Marschall [[Louis Alexandre Berthier|Berthier]] vom Oberkommando in Bayern ab und ergriff selbst die Initiative. Aufgrund von Berthiers falsch überbrachten Befehlen stand Davouts Korps immer noch isoliert südlich von Regensburg. Am 16. April 1809 überschritt die österreichische Armee die Isar. Das 4. Korps in [[Dingolfing]], das 6. Korps in [[Moosburg an der Isar]] und der Hauptteil in [[Landshut]]. In Landshut kam es zu einem Gefecht zwischen der bayerischen Division [[Bernhard Erasmus von Deroy|Deroy]] und den vorrückenden Österreichern. Deroy zog sich zurück und die Österreicher überquerten den Fluss. Erzherzog Karl marschierte jetzt nach Norden, über Rohr und [[Schierling (Oberpfalz)|Schierling]] nach Regensburg. Napoleon befahl seiner Armee sich in Abensberg zu sammeln. Auch Davout rückte jetzt aus der Umgebung von Regensburg in Richtung Abensberg ab. Am [[19. April]] 1809 erreichte der französische Marschall Lannes das bayerische [[Vohburg]] und erhielt das Kommando über ein "provisorisches" Korps. Napoleon rückte jetzt mit den [[Korps]] Lefebvre, Vandamme und [[Marschall von Frankreich|Marschall]] [[Lannes]] nach Abensberg vor. Von Süden her rückte das Korps Oudinot heran und an der Isar marschierte das Korps Massena von [[Freising]] nach Landshut, um den Rückzugsweg der Österreicher abzuschneiden. Der österreichische [[Erzherzog Karl von Österreich]] marschierte vorsichtig nach Norden zur Donau um das 3. Korps von Marschall Davout zu finden. Bei den Dörfern Teugn-Hausen zwischen Schierling und Abensberg traf am 19. April 1809 das 3. österreichische Korps unter Hohenzollern auf das Korps Davouts. Davout siegte in der Schlacht von Teugn-Hausen und stoppte den Vormarsch der Österreicher. Am gleichen Tag gewannen auch bayerische Truppen unter Kronprinz Ludwig (dem späteren bayerischen König [[Ludwig I. (Bayern)|Ludwig I.]]) ein Gefecht bei Arnhofen, nahe Abensberg. Der österreichische Vormarsch war gestoppt. Am [[20. April]] 1809 begann Napoleon mit den Korps Lannes, Lefebvre, Vandamme und Oudinot von Abensberg aus mit dem Gegenangriff. Die österreichischen Truppen standen verstreut in den Ortschaften zwischen dem Fluss "Große Laber" und Abensberg. Als sich die napoleonischen Truppen den ersten Dörfern näherten flohen die Österreicher aus den Ortschaften in Richtung Süden. Den sich zurückziehenden Österreichern schlossen sich in den Dörfern, durch die sie flohen, immer mehr Truppen an. Schließlich zog sich der gesamte linke Flügel der Österreicher, zwischen [[Langquaid]] und Abensberg nach Süden zur Isar hin zurück. Erst in [[Rottenburg an der Laaber]] (nördlich von Landshut) konnte der österreichische General Hiller mit seiner [[Artillerie]] den napoleonischen Vormarsch stoppen. In der Nacht verließ Hillers Korps Rottenburg und zog sich ebenfalls nach Landshut zurück. Ohne schwere Kämpfe wurde in dieser Schlacht von Abensberg der linke österreichische Flügel in die Flucht geschlagen. Am [[21. April]] 1809 zog sich dieser Teil der österreichischen Armee nach einer weiteren Schlacht von Landshut zum Inn zurück. Napoleon glaubte, er habe die gesamte österreichische Armee in die Flucht geschlagen. Er irrte sich aber. Denn Erzherzog Karl stand mit dem rechten Flügel seiner Armee, dem Hauptteil, mit den Korps von [[Franz Seraphicus von Orsini-Rosenberg|Orsini-Rosenberg]], Liechtenstein und Hohenzollern zwischen [[Schierling (Oberpfalz)|Schierling]] und [[Regensburg]]. Außerdem näherten sich nördlich der Donau die österreichischen Korps Bellegarde und Kolowrat. Das Korps Liechtenstein besetzte am 20. April 1809 Regensburg, das nur von einem französischen [[Regiment]] verteidigt wurde. Diesem Hauptteil der Österreicher stand nur das französische Korps Davout gegenüber, sowie weiter südwestlich die Bayern unter Lefebvre. Erherzog Karl hätte nur anzugreifen brauchen und Davout wäre von der Übermacht geschlagen worden. Aber die Österreicher rührten sich nicht. Napoleon erfuhr in Landshut durch Davout von der Anwesenheit der Österreicher südlich von Regensburg. Sofort marschierte Napoleon mit den Korps Lannes und Massena nach Norden in Richtung Schierling. Auf dem Weg nach Schierling kam es in Ergoldsbach und Buchhausen zu Gefechten. Die Verfolgung der fliehenden Österreicher unter General Hiller übernahm Marschall [[Bessières]]. Bereits am 21. April 1809 kam es zwischen Thalmassing und Schierling zu Kämpfen zwischen Davout und den Österreichern. Am [[22. April]] 1809 erreichte Napoleon das Schlachtfeld zwischen Eggmühl und Schierling. Die Österreicher unter Feldmarschall [[Orsini-Rosenberg]] hatten starke Artilleriestellungen auf den Hügeln nordwestlich von Eggmühl. Württembergische [[Infanterie]] eroberte Dorf und Schloss Eggmühl. Marschall Lannes griff die linke österreichische Flanke auf dem Weinberg nördlich von Eggmühl an und zwang die Österreicher zum Rückzug. An der rechten österreichischen Flanke bei Sanding und Laichling war Davout sehr erfolgreich und trieb die Österreicher zurück. Im Zentrum scheiterten die napoleonischen [[Kavallerie]]angriffe gegen die auf den Hügeln zwischen Weinberg und Laichling aufgefahrenen österreichischen Batterien, die von einigen Schwadronen Kavallerie (Husaren und Chevaulegers) gedeckt wurden. Ein Befehl Napoleons an seine Kavallerie die Batterien frontal berg an anzugreifen, wurde nicht ausgeführt. Erst ein entschlossener Angriff der bayerischen Kavallerie (Chevaulegers und Dragonerregiment Taxis) unter Generalmajor Seydlitz, der seine Reiter geschickt im toten Winkel bis kurz vor die Batterien führte, konnte das österreichische Zentrum schwächen. Die Österreicher waren geschlagen und zogen sich nach Regensburg zurück. In der [[Schlacht von Eggmühl]] wurden die Österreicher in Bayern endgültig besiegt. Am Abend des 22. April 1809 kam es bei Alteglofsheim noch zu einer Kavallerieschlacht, welche die Österreicher ebenfalls verloren. Am [[23. April]] 1809 stürmten und eroberten Napoleons Truppen Regensburg. Regensburg ging in Flammen auf und Napoleon wurde am Bein verletzt. Die gesamte österreichische Armee befand sich jetzt auf dem Rückzug. Das letzte Gefecht in Bayern fand am [[24. April]] 1809 in [[Neumarkt in der Oberpfalz]] nördlich von Regensburg statt. Wieder unterlagen die Österreicher. Nach der Schlacht beim österreichischen [[Ebelsberg]] am [[3. Mai]] 1809 erreichten beide Armeen schließlich Wien. Napoleon südlich der Donau und Erzherzog Karl nördlich des Stroms. Am [[21. Mai]] 1809 überquerten Napoleons Truppen südöstlich von [[Wien]] die Donau. In der [[Schlacht von Aspern]]-Essling stoppten die Österreicher den französischen Vormarsch und am [[22. Mai]] 1809 zog Napoleon seine Armee wieder auf die südliche Seite der Donau zurück. Die [[Schlacht von Aspern]]-Essling wurde zur ersten Niederlage Napoleons. Napoleon wartete auf Verstärkung, bekam sie schließlich, überschritt die Donau und griff Erzherzog Karl auf dem [[Marchfeld]] nördlich von Wien an. Bei dieser [[Schlacht bei Wagram]], [[5. Juli|5.]]–[[6. Juli]] wurde Erzherzog Karl besiegt. Ein weiterer [[Friede von Schönbrunn|Friedensvertrag]] wurde Österreich in [[Schönbrunn]] am [[14. Oktober]] [[1809]] auferlegt. [[1810]] erreichte das französische Empire die größte Ausdehnung. Napoleon heiratete [[Marie-Louise von Habsburg|Marie-Louise]]. Neben dem französischen Reich herrschte Napoleon über die Schweizer Eidgenossenschaft, die Rheinprovinz und das [[Großherzogtum Warschau]]. Die mit ihm verbündeten Gebiete waren das Königreich Spanien (König [[Joseph Bonaparte]]), das [[Königreich Westfalen]] (König [[Jérôme Bonaparte]]), das Königreich Italien ([[Eugène de Beauharnais]], Sohn von Joséphine), das Königreich Neapel ([[Joachim Murat]], Schwager) und das Fürstentum von [[Lucca und Piombino]] (Felix Bacciochi, Schwager). Zu den Ereignissen auf der Iberischen Halbinsel [[1807]]-[[1814]] siehe den Hauptartikel [[Die Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel]]. == Die sechste Koalition == Unter dem Begriff sechster Koalitionskrieg ([[1812]]–[[1814]]) lassen sich der [[Vaterländischer Krieg |Russlandfeldzug]] und die [[Befreiungskriege]] zusammenfassen, obwohl am Beginn des Russlandfeldzuges noch nicht alle Koalitionspartner (Großbritannien, Russland, Preußen, Schweden, Österreich und zahlreiche deutsche Kleinstaaten) als Gegner Frankreichs beteiligt waren. Die ''[[Grande Armée]]'', 600.000 Mann (darunter 270.000 Franzosen), überschreitet die [[Memel (Fluss)|Memel]] am [[23. Juni]] [[1812]]. Die russischen Truppen ziehen sich nur langsam zurück und hinterlassen [[Verbrannte_Erde|verbrannte Erde]]. Die [[Schlacht von Borodino]] am [[7. September]] bringt hohe Verluste auf beiden Seiten, aber keine Entscheidung. Am [[14. September]] wird [[Moskau]] genommen. Große Teile der Stadt stehen in Flammen. [[Alexander_I._(Russland)|Alexander I.]] weigert sich, Verhandlungen mit Napoleon aufzunehmen. Napoleon muss sich mit seinem Heer zurückziehen; 275.000 Tote und 200.000 Gefangene der großen Armee Napoleons sind zu beklagen. Im November verbleiben 10.000 Soldaten, die die [[Beresina]] nur unter hohen Verlusten überqueren können. Im Dezember kehrt Napoleon nach Paris zurück. Der russische Sieg über die Franzosen wurde von [[Pjotr Iljitsch Tschaikowski]] in der [[Ouvertüre 1812]] künstlerisch verarbeitet. In der Schlacht von [[Vitoria]] am [[21. Juni]] [[1813]] wird die französische Macht über Spanien gebrochen. Die Franzosen müssen sich über die Pyrenäen zurückziehen. Österreich und Preußen greifen erneut in die Kriegshandlungen ein. In der [[Schlacht von Großgörschen]] am [[2. Mai]] und in der [[Schlacht bei Bautzen]] ([[20. Mai|20.]]/[[21. Mai]]) gelingen dem französischen Heer kleinere Siege über die russisch-preußischen Truppen. In der [[Schlacht bei Großbeeren]] verhindern die Verbündeten die Besetzung Berlins durch die Franzosen. In der [[Völkerschlacht]] bei [[Leipzig]] vom [[16. Oktober]] bis zum [[19. Oktober]] [[1813]] (210.000 Franzosen, bis zu 310.000 Alliierte, über 110.000 Tote) fügen die verbündeten österreichischen, preußischen, russischen und schwedischen Truppen Napoleon die kriegsentscheidende Niederlage zu. Ihr folgt die [[Schlacht von Arcis sur Aube]]. Napoleon ist gezwungen, sich nach Frankreich zurückzuziehen. Es kommt zum Vertrag von [[Chaumont]] am ([[9. März]] [[1814]]). Am [[31. März]] nehmen die alliierten Truppen [[Paris]] ein. Napoleon dankt am [[6. April]] ab. Es folgt der Vertrag von [[Fontainebleau]]. Die Regentschaft der [[Bourbonen]] wird wiederhergestellt. Napoleon wird nach [[Elba (Insel)|Elba]] verbannt. ''Siehe auch:'' [[Liste der Kriege]], [[Liste von Schlachten]] ==Weblinks== *[http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D8920.html Artikel ''Campoformio, Frieden von''] im [[Historisches Lexikon der Schweiz|Historischen Lexikon der Schweiz]] *[http://www.wissenschaft.de/wissen/news/260116.html www.wissenschaft.de: Was Läuse mit Napoleons Niedergang zu tun haben] - Forscher: die von [[Parasit|Parasiten]] übertragene Krankheiten dezimierten die französische Armee [[Kategorie:Krieg]] [[Kategorie:Koalitionskriege|!]] [[Kategorie:Europäische Geschichte]] [[Kategorie:1790er]] [[Kategorie:1800er]] [[en:French Revolutionary Wars]] [[es:Guerras Revolucionarias Francesas]] [[fr:Guerres de la Révolution française]] [[la:Bella Coitionum]] [[zh:法国大革命战争]]



Diese Version des Artikels stammt vom 04.04.2006.



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