Kreuzkirche (Dresden)
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Kreuzkirche (Dresden)
13219
12740979
2006-01-18T09:49:09Z
Schwalbe
41345
Doppelkat.-
{{Koordinate Artikel|51.048786759531865_N_13.739347457885742_E_type:landmark_region:DE-SN|51.049° N 13.739° O}}
[[Bild:Kreuzkirche_dresden.jpg|thumb|Kreuzkirche von Westen, Sommer 2004]]
[[Bild:Dresden Kreuzkirche 1900.jpg|thumb|300px|Altmarkt und Kreuzkirche von Nordwesten, um 1900]]
[[Bild:Canaletto (I) 013.jpg|thumb|300px|Canaletto:Die Ruine der Kreuzkirche, von Osten aus gesehen (Nach der Zerstörung der Kirche durch Preußen 1760 stürzte der Turm erst 1765 ein)]]
Die '''Kreuzkirche''' am Altmarkt in [[Dresden]] ist nach der [[Frauenkirche (Dresden)|Frauenkirche]] die zweitälteste [[Gotteshaus|Kirche]] der Stadt (evangelisch seit 1539). Der bekannte [[Freistaat Sachsen|sächsische]] Hofmaler [[Bernardo Bellotto|Canaletto]] (Bernardo Bellotto), der in seinen Gemälden das alte Dresden festgehalten hat, zeigt noch den [[Gotik|gotischen]] Anblick der Kirche.
Schon vor 1206, der ersten urkundlichen Erwähnung Dresdens, bestand an der Stelle der heutigen Kreuzkirche eine Kapelle für Handlungsreisende. 1215 wurde eine romanische Kirche mit dem heiligen Nikolaus als Schutzpatron der Händler errichtet.
Der ursprüngliche Name „St. Nikolaikirche“ verschwand mit der Zeit, nachdem im Jahre 1388 vom Bischof zu Meißen das heilige Kreuz neu geweiht wurde. Die überaus große Kreuzverehrung der Menschen prägte wohl den heutigen Namen.
Im Laufe der Geschichte brannte die Kirche fünfmal ab. In den Jahren 1491 und 1669 aus ungeklärter Ursache, im Jahr [[1760]] durch eine [[Preußen|preußische]] Kanonenkugel. Beim Wiederaufbau [[1764]] wurde sie der Hofkirche angepasst und erhielt ein barockes Aussehen. 1897 brannte sie zum vierten Mal und wurde mit Jugendstilelementen wieder aufgebaut. Beim [[Luftangriff auf Dresden|Luftangriff]] am [[13. Februar]] [[1945]] wurde sie erneut beschädigt. Auf den Tag genau 10 Jahre später erfolgte nach dem Wiederaufbau, bei dem die Jugendstilelemente zugunsten einer schlichten Gestaltung mit Rauhputz entfernt wurden, die Wiedereinweihung.
Die Kreuzkirche ist als evangelische Bischofskirche Hauptkirche der Stadt Dresden.
An der Kreuzkirche ist der weltbekannte [[Dresdner Kreuzchor|Kreuzchor]] (Capella sanctae crucis) mit seinen "[[Kruzianer]]n" beheimatet, einer der ältesten [[Knabenchor|Knabenchöre]] [[Deutschland]]s. Er ist wahrscheinlich noch älter als die Kirche selbst.
Aus der langen Reihe der [[Kreuzkantor]]en seien hervorgehoben:
* Otto Richter ([[1906]]-[[1930]])
* Prof. Dr. Dr. [[Rudolf Mauersberger]] [[1930]]-[[1971]]
Rudolf Mauersberger verstand es, den [[Chor (Musik)|Chor]] durch die Nazizeit zu bringen. Seine [[Motette|Trauermotette]] "Wie liegt die Stadt so wüst" ist geprägt vom Eigenerleben der Bombennacht [[1945]].
* Martin Flämig ([[1971]]-[[1990]])
Ab [[1997]] ist Prof. KMD [[Roderich Kreile]] Kreuzkantor.
Der Kreuzchor hat viele bekannte Musiker und Sänger hervorgebracht. Der bekannteste von ihnen ist sicherlich der ehemalige [[Knabenalt]], [[Gesang|Sänger]] und [[Dirigent]] [[Peter Schreier]].
In der Kirche wurde [[1963]] eine [[Orgel]] des Dresdner Orgelbaubetriebes Jehmlich installiert, die das [[1945]] zerstörte Instrument von [[1900]] ersetzte. Es ist die größte Kirchenorgel von Dresden. Der Organist der Kreuzkirche ist der ''Kreuzorganist'', dem neben der Begleitung des Kreuzchores und der Vespern und Gottesdienste auch eigene Konzerte obliegen. Berühmte Kreuzorganisten waren [[Herbert Collum]] und [[Michael-Christfried Winkler]]. Derzeitiger Kreuzorganist ist [[Martin Schmeding]], im Herbst 2004 übernahm [[Holger Gehring]] dieses Amt.
Der Kreuzschüler [[Richard Wagner]] wurde in der Kirche konfirmiert. Die Maler [[Caspar David Friedrich]] und [[Ludwig Richter]] wurden mit ihren Partnerinnen hier getraut.
Die Kirche misst bis zur Spitze des Kreuzes ca. 92 Meter.
''Siehe auch:'' [[Liste bekannter Kirchengebäude]]
[[Kategorie:Dresdner Bauwerk]]
[[Kategorie:Kirchengebäude in Sachsen|Dresden, Kreuzkirche]]
Diese Version des Artikels stammt vom 31.01.2006.
Der Inhalt dieser Seite basiert auf dem Artikel
„Kreuzkirche (Dresden)“ aus der freien Enzyklop�die
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