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Standleitung




Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite MediaWiki 1.6alpha first-letter Media Spezial Diskussion Benutzer Benutzer Diskussion Wikipedia Wikipedia Diskussion Bild Bild Diskussion MediaWiki MediaWiki Diskussion Vorlage Vorlage Diskussion Hilfe Hilfe Diskussion Kategorie Kategorie Diskussion Portal Portal Diskussion Standleitung 54850 13718390 2006-02-15T11:20:31Z Trickstar 105256 linkfix Eine '''Standleitung''' (auch als ''Festverbindung'' bezeichnet) ist eine permanente Verbindung zweier Kommunikationspartner über ein Telekommunikationsnetzwerk. Über die Verbindung können Daten jeder Art übertragen werden, beispielsweise analoge (z.B. Telefonat) oder digitale (z.B. Datendirektverbindung). Die Verbindung selbst kann dabei rein physikalisch ausgeprägt sein (z.B. als [[Doppelader|Kupfer-Doppelader]] von Endgerät zu Endgerät) oder Teil einer übergeordneten Infrastruktur wie [[SDH]] oder [[Asynchronous Transfer Mode|ATM]] Virtual Circuit. Der Anschluss einer Daten-Standleitung ist [[bittransparent]]. Der Ausdruck ''Standleitung'' wird teilweise auch benutzt, um eine lang dauernde Verbindung beliebiger Art und Qualität zu bezeichnen. Die einfachste Form einer solchen (nicht anbieterseitig geschalteten) Daten-Standleitung ist eine Standleitung über das Telefonnetz. Hier werden die [[Modem]]s der Teilnehmer so programmiert, dass sie sich gegenseitig anwählen. Im [[Fachjargon]] werden Daten-Standleitung auch nach den Produktbezeichnungen der Telekom als '''''D'''aten'''d'''irekt'''v'''erbindung'' ('''DDV''') oder '''''S'''tandard'''f'''est'''v'''erbindung'' ('''SFV''' oder '''StFV''') bezeichnet. Die Deutsche Telekom hat auch den Ausdruck '''Direktrufnetz''' für Telefon-Standleitungen geprägt, eine Standleitung wurde als ein '''Hauptanschluss für Direktruf''' (HfD) bezeichnet. Im Gegensatz zu einer [[Wählleitung]] steht der gesamte Übertragungsweg immer zur Verfügung. Die Verbindung kann also nicht vom Teilnehmer über ein Wahlverfahren aufgebaut werden, sondern muss vom Netzbetreiber hergestellt werden. Standleitungen im Telefonnetz haben daher keine [[Rufnummer]]. == Medien == Ursprünglich wurde eine Standleitung tatsächlich als eigene Leitung realisiert, die zwischen den beiden Endpunkten verschaltet wurde. Inzwischen werden dafür aber längst intelligente [[Multiplex]]systeme verwendet, die von einem zentralen [[Netzwerkmanagement|Netzmanagementsystem]] aus vom Netzbetreiber flexibel geschaltet werden können. === Kupferleitungen === Die meisten in Deutschland installierten Standleitungen haben Datenübertragungsraten von 2 Mbit/s oder darunter. Für diese Verbindungen sind die Kupferdoppeladern des [[PSTN]] i.d.R. ausreichend. Für höhere Bandbreiten wurden in der Vergangenheit häufig [[Koaxialkabel]] verwendet, diese werden heute zunehmend von Glasfaserleitungen abgelöst. === Glasfaser === Standleitungen auf Glasfaser werden von einigen Netzbetreibern nur bandbreitenbegrenzt angeboten, so bietet z.B. die Telekom unter der Bezeichnung ''DDV-M Ethernet100'' [http://www.tecchannel.de/news/themen/business/413975/] eine in Schritten von 10 Mbit/s skalierbare Standleitung mit [[Bandbreite]]n bis zu 100 Mbit/s an. Seit ca. 2004 treten zunehmend alternative Netzbetreiber in den deutschen Markt, die Glasfaser (oder ein [[WDM]] Band einer Faser) ohne Bandbreitenbegrenzung oder Nutzungsbeschränkung anbieten. Dieser Anschluss wird als [[Dark Fibre]] bezeichnet, da der Kunde selbst für das 'Licht' auf der Leitung sorgen muss. == Bandbreite == Standleitungen sind Stand 2006 mit Datenraten von 50 bit/s bis zu n\times10 Gbit/s zu mieten. == Kosten == In der Regel wird die Standleitung gemietet (siehe auch [[Mietleitung]]). Der Preis ist unter anderem abhängig von der Länge der Leitung, der zur Verfügung gestellten Brutto[[bandbreite]] und dem Leitungsmedium. Dazu können bei Bundle-Angeboten Kosten für [[Datenvolumen]] kommen. == Verfügbarkeit == Die technischen Eigenschaften der Standleitungen, besonders die Anforderungen an die Qualität wie Ausfallsicherheit und [[Bitfehlerhäufigkeit|Bitfehlerrate]], sind in Deutschland von der zuständigen Bundesbehörde, der [[Bundesnetzagentur]] (Ehemals [[Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post]], kurz RegTP), festgelegt. Werden Standleitungen über [[Glasfaser]]-Verbindungen realisiert, kann man von einer besonders niedrigen Fehlerrate in der [[OSI-Modell|physikalischen Schicht]] ausgehen. Wichtige Standleitungen können durch die Vorbereitung alternativer Kanäle zusätzlich abgesichert werden (siehe [[Protection]]). Typisch sind 98.5% Verfügbarkeit aufs Jahr für Kupferleitungen, 99.5% auf Glasfaser. == Schnittstellen == Für Standleitungen werden die verschiedensten Schnittstellen eingesetzt. Die [[Datenübertragungssystem|Datenübertragungseinrichtung]] zur Anschaltung an eine 2Mbit Standleitung hat häufig eine [[X.21]]- oder [[G.703]]-Schnittstelle. Auf diesen Schnittstellen setzen dann, an den beiden Endpunkten einer Standleitung, die jeweiligen [[Router]] der verbundenen Netzwerke an. == Standleitung ins Internet == Für den Anschluss an das Internet wird – speziell von Firmen – häufig eine Standleitung verwendet. Die Standleitung führt dann bis zum [[Point of Presence|PoP]] eines [[Internetdiensteanbieter|Providers]]. Wird auf diese Weise über eine Standleitung ein Netzwerk mit dem [[Internet]] verbunden, so beinhaltet dies in der Regel auch die Zuweisung mindestens einer festen, öffentlichen [[IP-Adresse]]. Diese Standleitungen eignen sich dann besonders, um [[Server]] im Internet zu betreiben. Häufig werden Standleitungen auch für die Verbindung von zwei privaten (Teil-)Netzen genutzt ([[VPN]]), hier werden dann keine öffentlichen IP-Adressen zugewiesen. Auch wird bei Standleitungen der zweiten Art nur die Bereitstellung durch den Anbieter berechnet, während bei Standleitungen ins Internet neben der Bereitstellung auch das übertragene Datenvolumen zu bezahlen ist. == Permanenter DSL-Anschluss == Auch die Verbindung über ein [[DSL-Modem]] ins Internet wird oft als Standleitung bezeichnet. Hier ist zu unterscheiden zwischen echten (S)DSL basierten Standleitungen, wie sie z.B. [[QSC]] anbietet und quasi-permanenten Leitungen mit regelmäßiger Zwangstrennung und wechselnder IP-Adresse, wie sie z.B. die [[T-Com]] anbietet. Bei dem von der [[T-Com]] angebotenen [[T-DSL]] besteht eine permanente virtuelle Verbindung zwischen dem Kunden und dem [[DSL-AC]], die als Standleitung bezeichnet werden kann. Um [[Internetzugang|Zugang zum Internet]] zu bekommen, wird vom Gerät beim Kunden eine [[PPP over Ethernet|PPPoE]]-Verbindung aufgebaut, die aber vom DSL-AC nach 24 Stunden Betrieb wieder getrennt wird. Ein sofortiger automatischer Neuaufbau der Verbindung ist möglich. [[Kategorie:Kommunikationstechnik]] [[en:Dedicated line]]



Diese Version des Artikels stammt vom 17.03.2006.



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