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Unter den Linden




Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite MediaWiki 1.6alpha first-letter Media Spezial Diskussion Benutzer Benutzer Diskussion Wikipedia Wikipedia Diskussion Bild Bild Diskussion MediaWiki MediaWiki Diskussion Vorlage Vorlage Diskussion Hilfe Hilfe Diskussion Kategorie Kategorie Diskussion Portal Portal Diskussion Unter den Linden 202179 13558121 2006-02-09T19:47:22Z ChristophDemmer 29738 /* Geschichte und Bauwerke */ [[Bild:UnterDenLinden.jpg|thumb|Unter den Linden]] '''Unter den Linden''' in [[Berlin]] ist einer der bekanntesten großstädtischen Boulevards [[Europa]]s. Er führt vom [[Pariser Platz]] an der Ostseite des [[Brandenburger Tor]]s, wo sich auch der gleichnamige S-Bahnhof, der Neubau der [[Akademie der Künste]] und das bekannte [[Hotel Adlon]] befinden, über 1,5 km in östlicher Richtung bis zur [[Schlossbrücke (Berlin)|Schlossbrücke]], die die Verbindung zur [[Museumsinsel (Berlin)|Museumsinsel]] und dem östlichen Zentrum mit dem unübersehbaren [[Berliner Fernsehturm|Fernsehturm]] herstellt. Er ist eine zentrale Verkehrsachse im Zentrum Berlins und verbindet zahlreiche wichtige Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten miteinander. Als legendäre hauptstädtische Prachtstraße hat er eine bewegte Geschichte. == Geschichte und Bauwerke == Im [[16. Jahrhundert]] war der Vorläufer der heutigen Repräsentations- und Flaniermeile nichts weiter als ein [[Reiten|Reitweg]], der das [[Berliner Stadtschloss]] mit dem [[1527]] eingerichteten [[Großer Tiergarten|Berliner Tiergarten]] verband, der [[1573]] auf Geheiß vom Kurfürsten [[Johann Georg (Brandenburg)|Johann Georg]] angelegt worden war. [[1647]] ließ der Große Kurfürst [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Friedrich Wilhelm]] von Brandenburg den Weg befestigen und mit [[Nussbaum|Nussbäumen]] und [[Linden (Botanik)|Linden]] säumen. Der Ausbau der Allee erfolgte im Rahmen der Anlage eines Systems von [[Sichtachse]]n, deren Mittelpunkt das Stadtschloss bildete. Dieses Achsensystem ging auf den kurfürstlichen Statthalter in Kleve und Mark, Fürst [[Moritz von Nassau|Johann-Moritz von Nassau-Siegen]], zurück. [[Friedrich der Große]] errichtete [[1740]] am östlichen Ende der Straße, dem heutigen [[Bebelplatz (Berlin)|Bebelplatz]], das von [[Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff]] geplante Forum Fridericianum mit dem Opernhaus, der Alten Bibliothek, der [[Sankt-Hedwigskathedrale|Sankt-Hedwigs-Kathedrale]] und dem [[Palais des Prinzen Heinrich]]. Das Prinz-Heinrich-Palais wurde später das erste Gebäude der [[1810]] gegründeten [[Humboldt-Universität]]. [[Bild:Berlin Unter den Linden um 1900.jpg|thumb|left|Unter den Linden um 1900]] Der westliche Teil der Straße wurde Zug um Zug ab [[1674]] bis zur Mitte des [[18. Jahrhundert]]s ausgebaut. Im 19. Jahrhundert, nach dem Sieg über Napoleon, ließ [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm III.]] den östlichen Teil der Straße durch seinen Baumeister [[Karl Friedrich Schinkel]] zu einer Triumphstraße ausbauen. Am Übergang vom östlichen zum westlichen Teil der Straße, wo sie von einer offenen Prachtstraße zu einer genau so breiten, aber zurückhaltenderen [[Allee]] wandelt, wurde das Reiterstandbild [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrichs des Großen]] errichtet. Diese Arbeit des Bildhauers [[Christian Daniel Rauch]] ist eines der wichtigsten Werke repräsentativer Bildhauerkunst des 19. Jahrhunderts und Vorbild für zahlreiche andere Werke dieser Zeit. Der westliche Teil hingegen wurde im [[19. Jahrhundert]] zunächst zu einer repräsentativen, gutbürgerlichen Wohnlage, die sich in den Jahren nach [[1871]] dann recht schnell zu einer belebten großstädtischen Geschäftslage mit Geschäften, Restaurants und Agenturgebäuden wandelte. [[Bild:August-Fuhrmann-An-der-Neuen-Wache-Unter-den-Linden-am-3-Juni-1905.jpg|right|thumb|August Fuhrmann: An der [[Neue Wache|Neuen Wache]], Unter den Linden am 3. Juni 1905]] Ab Oktober [[1901]] befand sich im Hotel Imperial (Unter den Linden 44), in das ein Parkett mit vierhundert Sitzen und eine Bühne eingebaut worden waren, der feste Spielort des legendären Kabaretts "[[Schall und Rauch]]" [[Max Reinhardt]]s, der in der darauffolgenden Spielzeit zum ''Kleinen Theater'' wurde, welches heute als Ausgangspunkt der großen Theaterkarríere Max Reinhardts gilt. Bei dem von [[E. T. A. Hoffmann]] beschriebenen [[Das öde Haus|Öden Haus]] handelt es sich um die No. 9 alter Zählung auf dem Grudstück der heutigen Russischen Botschaft. Im Jahre [[1937]] wurde die [[Hausnummer]]nzählung verändert. Während zuvor die Zählung am Palais Redern, heute [[Hotel Adlon]] am [[Pariser Platz]] begann und auf der südlichen Seite Nummer für Nummer in Richtung Forum Fridericianum voranschritt, um auf der Nordseite der Linden zurückzuführen, wurde nun die Kommandantur zur Hausnummer 1, das Forum erstmals miteinbezogen und die Nummern springend in Richtung Brandenburger Tor vergeben. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde die Straße fast völlig zerstört. Eines der wenigen noch erhaltenen Gebäude ist der [[Römischer Hof|Römische Hof]], der im Krieg nur teilweise zerstört wurde. Zu Beginn der [[1950er]] Jahre begann dann der Wiederaufbau. [[1949]]–[[1951]] entstand das Gebäude der [[Sowjetunion|sowjetischen]] [[Botschaft (Diplomatie)|Botschaft]], ein wichtiges Beispiel [[Stalinismus|stalinistischer]] Prachtarchitektur und ein Symbol der politischen Verbundenheit der damals neu gegründeten [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] mit der Sowjetunion. Heute befindet sich dort die Botschaft der [[Russische Föderation|Russischen Föderation]]. Ab Ende der [[1950er]] Jahre wurden auch die historischen Gebäude nach und nach wieder aufgebaut, mit Ausnahme des [[Berliner Stadtschloss|Stadtschlosses]], das unter dem Einfluss der sowjetischen [[Besatzungsmacht]] als Symbol des verhassten preußischen Militarismus gesprengt wurde. Es wurde erst [[1973]]–[[1976]] durch den an etwas anderer Stelle errichteten [[Palast der Republik]] ersetzt. Nach [[1989]] wurde der Palast wegen [[Asbest]]verseuchung geschlossen und verfällt seitdem (von temporärer [[Zwischennutzung]] abgesehen). Die Frage, ob er renoviert werden soll, oder ob an seiner Stelle wieder das alte Stadtschloss oder aber etwas gänzlich anderes errichtet werden soll, war in den letzten Jahren Gegenstand einer lebhaften Kontroverse im kulturellen Leben Berlins, doch mittlerweile ist beschlossen worden, ihn abzureißen. Als deutscher Beitrag zum [[Jahr der Physik 2005]] galt unter anderem die [[Einstein-Meile]], zu der [[Bundesministerium für Bildung und Forschung|Ministerin für Bildung und Forschung]] [[Edelgard Bulmahn]] Unter den Linden am 12. April 2005 ernannt hatte. Von April bis September 2005 standen im Rahmen des [[Albert Einstein|Einstein]]-Jahres auf dem mittleren Fußgängerstreifen sechzehn knallrote rund 2,50 Meter hohe „E"s mit Informationen zu Leben und Werk des Physikers. [[Bild:Georg-Wenzeslaus-Baron-von-Knobelsdorff-von-Adam-Manyoki.jpg|thumb|left|180px|Der Architekt und Maler [[Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff|Georg Wenzeslaus Baron von Knobelsdorff]] baute die Oper und plante das [[Fridericianum]] mit Akademie und Palast des Königs. Nach der Farbe seiner Hose (helles Ocker) waren auf Befehl [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrichs II.]] alle Berliner Häusersockel zu streichen.]] [[Bild:Amalie-von-Preussen-Aebtissin-von-Quedlinburg-im-Alter1723-1787-Zeichnung-von-Adolph-Menzel.jpg|thumb|left|180px|[[Amalie von Preußen|Amalie, Prinzessin von Preußen]], Schwester [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrichs II.]], Äbtissin von Quedlinburg, wohnte im Haus Nr. 5 (alte Zählung). Dort steht heute die [[Russische Botschaft]]'']]
== Bekannte Bauwerke und Plätze entlang der Straße, sowie in unmittelbarer Nähe == {| border="1" ! width="33%" | Südliche Straßenseite ! width="33%" | Mitte ! width="33%" | Nördliche Straßenseite |- valign="top" | * [[Amerikanische Botschaft]] (im Bau) (Pariser Platz 2) * [[Akademie der Künste]] (Pariser Platz 4) * [[Hotel Adlon]] (Unter den Linden 77) * [[Russische Botschaft]] (Unter den Linden 63-65) * [[Gouverneurshaus]] (Unter den Linden 11) * [[Altes Palais]] (Unter den Linden 9) * [[Alte Bibliothek|Königliche Bibliothek]] (sog. ''Kommode'', heute Juristische Fakultät der Humboldt-Universität) (Bebelplatz 1) * [[Bebelplatz (Berlin)|Bebelplatz]] * [[Sankt-Hedwigskathedrale]] (Bebelplatz) * [[Staatsoper Unter den Linden]] (Unter den Linden 7) * [[Kronprinzessinnenpalais]] (heute [[Opernpalais]]) (Unter den Linden 5) * [[Kronprinzenpalais (Berlin)|Kronprinzenpalais]] (Unter den Linden 3) * [[Kommandantur]] (Im zweiten Weltkrieg zerstört, 2003 wieder aufgebaut, heute Hauptstadtrepräsentanz von Bertelsmann) (Unter den Linden 1) | * [[Brandenburger Tor]] mit * [[Pariser Platz]] (westlicher Abschluss) * [[Reiterstandbild Friedrichs des Großen]] (bis 1937 östlicher Abschluss) * [[Schlossbrücke (Berlin)|Schlossbrücke]] (östlicher Abschluss) | * [[Französische Botschaft]] (Pariser Platz 5) * [[Ungarische Botschaft]] (Unter den Linden 76) * [[Römischer Hof]] (Unter den Linden 10) * [[Staatsbibliothek zu Berlin]] (Unter den Linden 8) * [[Humboldt Universität]] (ehem. [[Palais des Prinzen Heinrich]]) (Unter den Linden 6) * [[Neue Wache]] (Unter den Linden 4) * [[Zeughaus Berlin|Zeughaus]] ([[Deutsches Historisches Museum]]) (Unter den Linden 2) |} [[Image:Berlin skyline 2-7-2003.JPG|thumb|left|300px|Blick vom Fernsehturm: "Unter den Linden" links im Bild, im Vordergrund die Museumsinsel]]
== Literatur == *[[Günter de Bruyn]]: ''Unter den Linden''. Siedler-Verlag, 2002, ISBN 3-886807894 *[[Heinrich Heine]]: ''Und grüß mich nicht unter den Linden ''. Carl-Hanser-Verlag, 1997, ISBN 3-446189351 *Winfried Löschburg: ''Unter den Linden''. Verlag Der Morgen Berlin, 1973 == Weblinks == {{Commons|Unter den Linden}} * [http://www.berlincompact.de/UnterdLinden/Textinfo.htm Unter den Linden] {{Koordinate Artikel|52_31_0_N_13_23_21_E_type:landmark_region:DE-BE|52° 31′ 0" n. Br., 13° 23′ 21" ö. L.}} [[Kategorie:Straße in Berlin]] [[da:Unter den Linden]] [[en:Unter den Linden]] [[es:Unter den Linden]] [[it:Unter den Linden]] [[lb:Unter den Linden]] [[no:Unter den Linden]] [[pl:Unter den Linden]] [[pt:Unter den Linden]] [[ru:Унтер-ден-Линден]] [[sv:Unter den Linden]] [[zh:菩提樹下大街]]




Diese Version des Artikels stammt vom 10.02.2006.



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