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Vagina




Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite MediaWiki 1.7alpha first-letter Media Spezial Diskussion Benutzer Benutzer Diskussion Wikipedia Wikipedia Diskussion Bild Bild Diskussion MediaWiki MediaWiki Diskussion Vorlage Vorlage Diskussion Hilfe Hilfe Diskussion Kategorie Kategorie Diskussion Portal Portal Diskussion Vagina 8569 edit=autoconfirmed:move=autoconfirmed 17114162 2006-05-26T10:34:51Z Dominic Z. 196822 linkfix {{Dieser Artikel|behandelt die Scheide als weibliches Geschlechtsorgan. Die ''Vagina synovialis'' wird unter ''[[Sehnenscheide]]'' beschrieben.}} [[Bild:VaginalOpening.jpg|thumb|right|250px|Bild der [[Vulva]] mit vaginalem Eingang]] Die '''Vagina''' ([[Latein|lat.]] für '''Scheide''', [[Griechische Sprache|griech.]] ''Kolpos'') ist ein [[weiblich]]es [[Geschlechtsorgan]], welches beim [[Geschlechtsverkehr]] den [[Penis]] und das von ihm ausgestoßene [[Sperma]] mit den darin enthaltenen [[Spermium|Spermien]] aufnimmt. Bei den Säugetieren, für die der Begriff gemeinhin verwendet wird, wandern die Spermien dann durch den [[Muttermund]] ([[Gebärmutterhals]]) zur [[Gebärmutter]] (''Uterus'') und weiter in die [[Eileiter]]. Die Vagina dient bei [[Primaten]] auch als Abfluss für die [[Menstruation]]sblutungen. Bei der [[Geburt]] wird die Vagina zum [[Geburtskanal]] für das Neugeborene. In vielen Kulturen sind die weiblichen Geschlechtsorgane ein [[Tabu]]thema. Fälschlicherweise werden oft die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane, die [[Vulva]], als Scheide bezeichnet. Ebenso falsch ist es, die Vagina als ''das'' Geschlechtsorgan der Frau zu sehen. Obwohl der Begriff Vagina vor allem bei den Säugetieren verwendet wird, findet er auch Anwendung bei der Beschreibung [[Analogie (Biologie)|analoger]] Organe anderer Tiergruppen. So findet man beispielsweise auch bei den [[Insekten]] eine Vagina. Diese befindet sich am achten Hinterleibssegment und stellt eine unpaare, mit [[Chitin]] ausgekleidete Struktutur dar, die den [[Aedeagus]] (das Analogon des Penis bei den Insekten) des Männchens bei der Begattung aufnimmt. == Anatomie == Die Vagina ist ein dehnbarer, muskulärer Schlauch, der beim Menschen 8 bis 10 cm lang ist. Bei ursprünglichen [[Säugetiere]]n wie den [[Kloakentiere]]n (Monotremata) und den [[Beutelsäuger]]n (Metatheria) ist die Vagina paarig, da der Endabschnitt des paarigen [[Müller-Gang]]s, aus dem beim [[Embryo]] die Vagina entsteht, bei ihnen nicht verschmilzt. Bei den Kloakentieren endet sie zudem gemeinsam mit dem Enddarm in einer gemeinsamen Körperöffnung, der [[Kloake]]. [[Bild:Vaginaschnitt.gif|thumb|right|350px|Veralteter Schnitt durch das Becken einer Frau mit Vagina (Lumen magenta koloriert), vgl. die anatomische Darstellung der [[Klitoris]]]] [[Gebärmutter]]seitig ragt die ''Portio vaginalis'' des [[Gebärmutterhals]]es zapfenartig in die Vagina vor. Dadurch entsteht ein größeres, hinteres (dorsales) und ein vorderes (ventrales) '''Scheidengewölbe''' (''Fornix vaginae''). Bei einigen Säugetieren, wie etwa den [[Echte Schweine|Schweinen]] ist keine Portio und damit auch kein Scheidengewölbe ausgebildet. Der Zugang zum Gebärmutterhals ist beim Menschen nach vorn abgeknickt. Bei [[Abtreibung]]sversuchen von Laien, die der Verlaufsrichtung der Scheide folgen, gelangen entsprechende Instrumente deshalb in das hintere Scheidengewölbe und durchstoßen dessen Dach. Dabei kann der [[Bauchfell]]sack eröffnet werden und eine [[Peritonitis]] entstehen. Mit der Scheidenöffnung (''Ostium vaginae'') mündet die Vagina in den [[Scheidenvorhof]]. Die Hinterwand (Dorsalwand) der Vagina ist durch [[Bindegewebe]] (''Septum rectovaginale'') mit dem [[Rektum]], die gegenüberliegende Wand mit [[Harnblase]] und [[Harnröhre]] verbunden. Bei der Frau wird die Vagina von einer kleinen Membran, dem '''Jungfernhäutchen''' ([[Hymen]]), teilweise verschlossen. Es befindet sich am Übergang der Scheide in den Scheidenvorhof. Auch bei intaktem Hymen ist normalerweise eine Öffnung zum Abfluss des [[Menstruation]]sblutes und anderer Sekrete vorhanden. Die drüsenlose Haut der Vagina ist ein mehrschichtiges, unverhorntes [[Epithel|Plattenepithel]], dessen Höhe und Aufbau vom Alter und vom [[Hormon]]status abhängig ist. Das Epithel unterliegt im Verlauf des [[Sexualzyklus]] ständigen Umbauprozessen, die durch [[Östrogen]]e und [[Progesteron]] gesteuert werden. Zur Untersuchung werden Epithelzellen durch einen schmerzlosen Abstrich gewonnen und auf einem Objektträger mikroskopiert. Damit gibt die Vaginalzytologie Auskunft über die aktuelle Zyklusphase der Frau. Heute wird die Zyklusphasenbestimmung allerdings durch Hormonuntersuchungen erweitert, um ausreichende Diagnosesicherheit zu bieten. == Physiologie == Die Vagina wird bei sexueller Erregung durch wässrige [[Transsudat|Transsudation]] aus dem Epithel befeuchtet, dies nennt man [[Lubrikation]]. Die [[Bartholinsche Drüsen|Bartholinschen Drüsen]], welche bei Erregung ein schleimhaltiges Sekret absondern, münden in den Scheidenvorhof und befeuchten ihn. Das Vaginalsekret ist unter Einfluss des Sexualhormons [[Östrogen]] und einer speziellen Keimflora ([[Döderleinflora]]) sauer ([[pH-Wert]] 4 – 4,5) und dient dem Schutz gegen aufsteigende [[Infektion]]en des weiblichen Genitaltraktes. Jede Störung dieses Vaginalmilieus steigert die Anfälligkeit gegen Infektionen und mechanische Reize – es kann zu einer Scheidenentzündung ([[Kolpitis]]) mit Ausfluss (''Fluor vaginalis'') kommen. In der Pubertät bemerken viele Mädchen einen deutlichen Fluor, der durch die ansteigende Östrogenwirkung hervorgerufen wird. Dieser schleimig-glasige Fluor ist als Reifungszeichen physiologisch und wird im Volksmund „Weißfluss“ genannt. Häufig wird dieser Fluor, der ungefähr ein Jahr vor der Menarche auftritt, von den Mädchen als unangenehm und beschmutzend erlebt. Er ist jedoch ein Zeichen der gesunden Entwicklung zur geschlechtsreifen Frau und ist, solange er geruchlos ist, nur sehr selten ein Krankheitszeichen. Unangenehm riechende vaginale Ausflüsse sollten ärztlich abgeklärt werden, um mögliche Ursachen wie Fremdkörper oder bakterielle Infekte zu erkennen und zu behandeln. Neben der [[glatte Muskulatur|glatten Muskulatur]] in der Scheidenwand wird die Scheide von [[quergestreifte Muskulatur|quergestreiften Muskeln]] umgeben. Der [[Pubococcygeus|Musculus pubococcygeus]], ein Anteil des [[Musculus levator ani]], ist ein Muskel des [[Beckenboden]]s. Die Muskeln beider Seiten (''Levatorschenkel'') umfassen die Scheide wie eine Schlinge und ermöglichen eine trainierbare, willkürliche Verengung der Scheide. Die Kontraktion dieser Muskeln lässt sich von der Scheide aus fühlen. == Vaginalflora == Die Vaginalflora einer geschlechtsreifen, gesunden Frau besteht überwiegend aus verschiedenen Spezies von [[Laktobazillen]], den sog. [[Döderleinflora|Döderleinschen Stäbchen]]. Lange wurde angenommen, ''Lactobacillus acidophilus'' wäre dabei der am meisten verbreitete [[Mikroorganismus]], aber mittlerweile stellte sich heraus, dass der häufigste Scheidenbewohner ''L. iners'' ist, gefolgt von ''L. crispatus'' (je nach [[Studie]] auch umgekehrt!). Weitere häufig vorkommende Lactobazillen der Vagina sind ''L. delbruekii'', ''L. jensenii'', ''L. buchneri.'', ''L. gasseri'' und ''[[Bifidobacterium]] spp.''. Die Zusammensetzung der vaginalen Mikroflora kann von Frau zu Frau stark variieren, weshalb verschiedene Parameter der Besiedlung im sogenannten [[Nugent-Score]] zur Quantifizierung und Bewertung der Flora in der Vagina herangezogen werden. Dies ermöglicht die Einschätzung einer Behandlungsbedürftigkeit und des Therapieerfolgs. Die Laktobazillen vergären unter dem Einfluss von [[Östrogen]] und [[Gestagen]] von den Epithelzellen bereitgestellte [[Glukose]] (Traubenzucker) zu [[Milchsäure]] ([[Milchsäuregärung]]). Hierdurch entsteht in der Scheide ein saures [[Milieu]], mit einem [[pH-Wert]] von normalerweise zwischen 3,8 bis 4,5. Dieses saure Vaginalmilieu bildet einen effektiven Schutz vor [[Infektion|Infektionen]], da die überwiegende Zahl der krankmachenden Bakterien unter solchen Bedingungen nicht gedeihen kann. Allerdings schützt der niedrige pH-Wert nur vor [[bakterielle Infektion|bakteriellen Infektionen]], nicht aber vor bestimmten [[Pilzinfektion|Pilzinfektionen]]. Störungen der vaginalen [[Bakterienflora|Flora]], z. B. durch die Einnahme von [[Antibiotika]], können zum Niedergang der Döderleinschen Stäbchen und in Folge zu bakterieller [[Vaginitis]] führen. Dies gilt auch für übertriebene hygienische Maßnahmen, insbesondere die Anwendung von (basischer!) Seife. Der häufigste Erreger einer Vaginitis ist ''[[Gardnerella vaginalis]]'', aber auch pathogene [[Chlamydien]], ''[[Enterobacteriaceae]]'', ''[[Staphylokokken]]'' und der Pilz ''[[Candida albicans]]'' können ursächlich sein. == Untersuchungsmöglichkeiten == Die Scheide kann mit den Fingern abgetastet werden. Zur optischen Begutachtung verwendet man ein [[Spekulum]], ein Vaginoskop oder ein [[Kolposkop]]. Für Untersuchungen der Scheidenhaut und des Scheidenmilieus führt man [[Abstrich (Medizin)|Scheidenabstrich]]e durch oder entnimmt Gewebeproben mittels Scheiden[[biopsie]]. == Verhütung == Zu den vaginalen [[Empfängnisverhütung|Verhütungsmethoden]] zählt die Kombination aus einem [[Pessar|Diaphragma]] und der Einführung einer chemischen Wirksubstanz gegen die Samen ( [[Spermizid]], als [[Gel]] oder [[Zäpfchen]] erhältlich). In den USA werden auch statt des Diaphragmas sogenannte „Verhütungsschwämme“ aus [[Polyurethan]] eingesetzt. Der Konzeptionsschutz (gemessen am [[Pearl-Index]]) ist jedoch geringer als bei hormonellen Methoden. Als weitere neuere Variante der vaginalen Verhütung gibt es das [[Femidom]]. Dabei handelt es sich um ein [[Kondom]] für die Frau, einen Polyuretan-Schlauch, der, von zwei Ringen gehalten, die Scheidenwände auskleidet, und so eine kondomähnliche Funktion erfüllt. In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern hat sich das Femidom allerdings bisher nicht durchgesetzt, da die Handhabung schwieriger und die Sicherheit geringer als beim herkömmlichen Kondom ist. Als hormonelle vaginale Verhütungsmethode ist seit einigen Jahren der [[NuvaRing]] verfügbar. Dieser weiche durchsichtige flexible Ring wird tief in die Vagina eingeführt und verbleibt dort 21 Tage lang. Er gibt kontinuierlich [[Ethinylestradiol]] und [[Etonorgestrel]] ab und verhindert so wie eine Pille den [[Eisprung]]. Da durch die lokale Abgabe der [[Hormon]]e die Dosis niedriger angesetzt werden kann und eine systemische Wirkung schwächer ausfällt, sei die Nebenwirkungsrate des NuvaRings im Vergleich zu anderen hormonellen Verhütungsmethoden geringer. Die Verhütungssicherheit liegt bei Pearl 1 - 2 und damit auf dem Niveau der Pille. Da der NuvaRing keine Barrieremethode darstellt, ist seine Lage in der Vagina nicht ausschlaggebend für die Funktion, andererseits schützt er im Gegensatz zum Kondom oder Femidom nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten. ==Geschlechtsverkehr== [[Image:Clitoris_inner_anatomy_numbers.png|thumb|Klitoris mit
1 Eichel in der Vorhaut;
2 Schwellkörper;
3 Kitzlerschenkel;
4 Harnröhrenmündung;
5 Vorhofschwellkörper
6 Scheidenöffnung]] Das medizinische Adjektiv '''intravaginal''' bedeutet „in der Vagina liegend“; beim [[Vaginalverkehr|intravaginalen]] [[Geschlechtsverkehr]] dringt der Mann mit seinem Penis in die Vagina der Frau ein. Der intravaginale Geschlechtsverkehr kann wie auch andere Formen der sexuellen Betätigung zum [[Orgasmus]] führen. Da die Vagina im Wesentlichen aus relativ nervenarmem Gewebe besteht, ist unter Wissenschaftlern noch umstritten, ob der vaginale Orgasmus durch die Reizung in der Vagina oder eine durch die Bewegung ausgelöste Reizung der [[Klitoris]] ausgelöst wird. Ein Schlagwort, das in diesem Zusammenhang immer wieder auftaucht, ist der 1950 vom deutschen [[Gynäkologe]]n Ernst Gräfenberg entdeckte, so genannte [[G-Punkt]], welcher etwa drei bis vier Zentimeter vom Vaginaleingang entfernt an der Vorderseite der Vagina liegen und als sogenanntes „inneres Lustzentrum“ der Frau fungieren soll. Die Existenz dieses im Durchmesser etwa münzgroßen Punktes ist unter Experten umstritten. Bei den Tieren wird das Eindringen des Penis in die Vagina als [[Begattung]], ''Intromission'', ''Kopulation'', ''Paarung'' oder ''Deckakt'' bezeichnet. == Siehe auch == * [[Scheidenpilz]] * [[Intimpflege]] * [[Sexualhygiene]] * [[Sex]] * [[Sexualität]] * [[Vagina Dentata]] * [[Sexuelle Begriffe in der Umgangssprache]] * [[Legedarm|Vagina der Vögel]] == Weblinks == {{Wiktionary|Vagina}} * [http://www.apoverlag.at/DieApotheke/2005/06/seiten/haupt05_scheide_0506.html Apotheker-Verlag.at: ''Die gesunde Scheidenflora''] *[http://www.stern-verlag.de/wissenschaft/mensch/:Vagina-Wissen-Im-Reich-Mitte/558081.html Stern.de: ''Vagina-Wissen: Im Reich der Mitte''] {{Lesenswert}} [[Kategorie:Geschlechtsorgan]] [[Kategorie:Körper und Sexualität]] [[Kategorie:Gynäkologie]] [[bg:Влагалище]] [[ca:Vagina]] [[cs:Pochva]] [[da:Skede (kønsorgan)]] [[en:Vagina]] [[eo:Vagino]] [[es:Vagina]] [[fi:Emätin]] [[fr:Vagin]] [[gd:Faighean]] [[gl:Vaxina]] [[he: רתיק]] [[hr:Vagina]] [[id:Vagina]] [[it:Vagina]] [[ja:膣]] [[jbo:vibna]] [[lt:Makštis (lytinis organas)]] [[nl:Vagina]] [[nn:Vagina]] [[no:Vagina]] [[pl:Pochwa (anatomia)]] [[pt:Vagina]] [[ru:Влагалище]] [[simple:Vagina]] [[sk:Pošva]] [[sl:Nožnica]] [[sr:Вагина]] [[su:Heunceut]] [[sv:Slida]] [[tl:Puke]] [[tr:Vajina]] [[uk:Матка]] [[vi:Âm đạo]] [[zh:阴道]]




Diese Version des Artikels stammt vom 29.05.2006.



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