Zander
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Zander
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2006-07-12T11:15:18Z
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{{Begriffsklärungshinweis}}
{| class="taxobox"
! Zander
|-
| class="taxo-bild" | [[Bild:Gös, Iduns kokbok.jpg|thumb|300px|Zander (''Sander lucioperca'')]]
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! {{Taxonomy}}
|-
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{|
|-
| ''{{Infraclassis}}:'' || [[Echte Knochenfische]] (Teleostei)
|-
| ''{{Superordo}}:'' || [[Stachelflosser]] (Acanthopterygii)
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| ''{{Ordo}}:'' || [[Barschartige]] (Perciformes)
|-
| ''{{Subordo}}:'' || [[Echte Barsche (Unterordnung)|Echte Barsche]] (Percoidei)
|-
| ''{{Familia}}:'' || [[Echte Barsche (Familie)|Echte Barsche]] (Percidae)
|-
| ''{{Genus}}:'' || [[Sander (Gattung)|Sander]]
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! [[Nomenklatur (Biologie)|Wissenschaftlicher Name]]
|-
| class="taxo-name" | ''Sander lucioperca''
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| class="Person" | ([[Carl von Linné|Linnaeus]], [[1758]])
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|}
Der '''Zander''' (''Sander lucioperca'', ungültig ''Stizostedion lucioperca''), auch '''Sander''', '''Schill''', '''Hechtbarsch''' oder '''Fogosch''' genannt, gehört zur Ordnung der [[Barschartige|Barsche]] (Perciformes). Er ist unter den Barschartigen Europas der größte [[Süßwasserfisch]]. Ursprünglich aus Osteuropa stammend hat er sich vor allem durch Besatzmaßnahmen in west- und mitteleuropäischen Gewässern verbreitet.
[[Bild:Zander-Schweden.jpg|thumb|300px|Zander]]
===Name===
Die Bezeichnungen ''Sander'' und ''Zander'' sind parallel seit dem 16. Jahrhundert im deutschen Sprachraum geläufig mit Bevorzugung von ''Sander'' bei lexikalischen Einträgen bis ins 20. Jahrhundert. Erst in den 1930er Jahren wurde die heute übliche Schreibweise mit ''Z'' einheitlich festgelegt. Der Name stammt vom [[Mittelniederdeutsch|mittelniederdeutschen]] ''sandat'', das entsprechend dem osteuropäischem Ursprung des Fisches möglicherweise aus dem [[Slawisch|Slawischen]] entlehnt wurde (vgl. die älteren ''czandas'' in [[Westpreußen]] und [[Sorbische Sprache|obersorbisch]] ''sandak''). In Österreich wird der Fisch ''Fogosch'' oder ''Fogasch'' (v. [[ungarisch]] ''fogas'') genannt. Darüber hinaus sind weitere Regionalnamen bekannt: Amaul, Canat, Nachmaul, Sandar, Sandart, Sandbarsch, Sandel, Saumert, Schiel, Schindel, Süllö (im [[Plattensee]]), Zannat und Zant.
===Beschreibung===
[[Bild:Zander.jpg|thumb|left|Zander von vorne]]
Zander sind gestreckt gebaute Fische mit zwei getrennten Rückenflossen, gesägtem vorderen Kiemendeckel, langen, spitzen Zähnen neben Bürstenzähnen und kleinen Schuppen. Der Zander wird bis etwa 1,25 m. lang, 12 bis 19 kg schwer und 10 bis 20 Jahre alt. Er ist auf dem Rücken grünlichgrau, gegen den Bauch hin silberweiß, oberseits streifig, braun gewölkt, auch dunkel gebändert, auf den Kopfseiten braun marmoriert und auf den Flossen schwärzlich gefleckt. Er ist ein wichtiger und wertvoller [[Speisefisch]] mit besonders festem, weißem Fleisch (grätenfreie Filets) und lebt als [[Raubfisch]] in langsam fließenden Flüssen, Seen und [[Haff]]en Europas. Er findet sich bei uns im [[Elbe]]-, [[Oder]]- und [[Donau|Donaugebiet]] und inzwischen durch Besatz auch im [[Rhein]]-, [[Mosel]]- und [[Weser|Wesergebiet]]. Er lebt in tieferen Wassern, ist ungemein raubgierig, wächst sehr schnell, stirbt aber in Gefangenschaft leicht ab.
Zander laichen im Frühjahr (meist April bis Juni) an seichten, mit Wasserpflanzen bewachsenen Uferstellen und legen dabei Klumpen blassgelben [[Laich]]s auf Kiesbänken oder auch auf Wasserpflanzen ab. Angesichts der 40.000 Eier des Weibchens vermehrt er sich eher spärlich.
Inzwischen läuft der Zander dem Hecht den Rang als wichtigster Raubfisch ab, besonders da der Zander auch in den [[Anthropogene Landschaft|anthropogen]] (vom Menschen gestaltet) überprägten mitteleuropäischen Flusssystemen ablaichen kann, während der Hecht meist keine geeigneten Ablaichplätze (Überschwemmungsbereiche, Unterwasserpflanzen, Schilfkanten) vorfindet. Auch hat der Zander aufgrund seiner stärker ausgeprägten Fähigkeit in trüben Gewässern zu sehen einen leichten Vorteil gegenüber dem Hecht.
=== Fangmethoden ===
Der Zander gilt als scheuer, vorsichtiger Fisch, der nicht leicht zu überlisten ist. Besonders große Exemplare über 90 cm Länge und 7 kg Gewicht werden extrem selten gefangen. Als Köder kommen vor allem kleine [[Rotaugen]], [[Rotfeder]]n und [[Barsche]] in Frage. Weitere gute Köderfische sind [[Ukelei]], [[Gründling]] und [[Kaulbarsch]]. Prinzipiell ist darauf zu achten, dass die Köderfische schlank sind. Hochrückige wie z.B. [[Brassen]] werden oft verschmäht. Alternativ kann man auch Fischfetzen oder Fischhälften verwenden. Als [[Kunstköder]] eignen sich Gummifische (Shads), [[Blinker]], [[Wobbler (Angeln)|Wobbler]] und Twister. Alle Köder sollten zwischen 8 cm und 20 cm groß sein.
In Ausnahmefällen werden auch Zander auf Würmer und Maden gefangen.
Besonders erfolgversprechend sind Stellen, an denen sich viele kleine Fische aufhalten. In Seen sind dies die Scharkanten und Unterwasserberge. In Kanälen und flacheren Teichen sollte man den Zander am Ufer vor Schilf und Seerosenfeldern suchen.
Fangzeiten sind an frostfreien Tagen vor allem die Abend- und Nachtstunden und bei Frost die Mittagszeit. Die fängigsten Monate sind Mai/Juni nach der Laichzeit und September bis Dezember. Besonders die großen Exemplare werden in der kalten Jahreszeit gefangen. Die Fangmonate können variieren und sind vom Gewässer abhängig.
=== Weblinks ===
{{Wiktionary|Zander}}
* [http://www.pivi.de/_php/adodb/browse.php?Artname=Zander Weiteres zum Zander]
* [http://filaman.uni-kiel.de/Summary/speciesSummary.php?ID=360&genusname=Sander&speciesname=lucioperca Fishbase] (englisch)
* [http://www.bad-bad.de/restaur/kuechenkunde/zander.htm Küchenkunde: Zander]
* [http://www.asv-nienborg.de/Fischlexikon/Zander/Zander.html Anglerkunde zum Zander]
[[Kategorie:Barschartige]]
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Diese Version des Artikels stammt vom 16.07.2006.
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